US-Krankenversicherer will Zahlungsdienstleister kaufen

, Uhr
Berlin -

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth will laut gut informierten Kreisen den Zahlungsdienstleister Equian übernehmen. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag mit Verweis auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet, liegt das Volumen bei rund 3,2 Milliarden US-Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro). Zuvor hatte das „Wall Street Journal” darüber berichtet. Hinter Equian, das ebenfalls im Gesundheitssektor aktiv ist, steht der Private-Equity-Investor New Mountain Capital.

UnitedHealth aus Eden Prarie im Bundesstaat Minnesota wollte die Übernahme nicht bestätigen. Laut Bloomberg war sowohl von Equian als auch von New Mountain Capital zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Nach Insiderinformationen peilte New Mountain Capital wohl eigentlich einen Preis von 3,5 Milliarden Dollar für den Verkauf an. Das Private-Equity-Unternehmen hatte den Zahlungsdienstleister vor vier Jahren für 225 Millionen Dollar von Great Point Partners erworben. Equian wickelt nach Angaben auf der eigenen Webseite pro Jahr Schadensersatzforderungen im Gesundheitsbereich im Wert von mehr als 500 Milliarden Dollar ab. Das Unternehmen stellt dabei sicher, dass die Zahlungen fehlerfrei ablaufen.

UnitedHealth will Equian laut dem Bericht offenbar mit Optum zusammenlegen – jenem Teil des Unternehmens, der selbst Dienstleistungen für Versicherungen, Krankenhäuser und andere Unternehmen der Gesunheitsbranche anbietet. UnitedHealth bietet neben dem Versicherungsgeschäft auch Datenanalysen im Gesundheitswesen an und unterstützt Unternehmen mit Gesundheitsprogrammen für Mitarbeiter. Dieses Standbein gilt als besonders lukrativ.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Einsparungen von rund 1,3 Milliarden Euro
DAK: „Dynamischer Herstellerabschlag ist ideales Mittel“
Eishockey-Kapitän schwört drauf
Olympia: Hilft Senf gegen Muskelkrämpfe?
Mehr aus Ressort
Verbreitung im Juli/August wahrscheinlich
Experten: Chikungunya-Risiko für Europa wird unterschätzt
Inhaberin muss Werbung entfernen
Elac-Aufkleber verstößt gegen Bauvorschriften

APOTHEKE ADHOC Debatte