Transplantationsmedizin

Organspendeskandal: Drei Ärzte im Verdacht

, Uhr

Nach dem Organspendeskandal an der Universitätsklinik Leipzig ist gegen drei Ärzte ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden. Es bestehe der Verdacht des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung, teilte die Leipziger Staatsanwaltschaft mit. Den Ärzten wird vorgeworfen, Patientendaten manipuliert zu haben, um Wartenden schneller zu einer Spenderleber zu verhelfen.

Ob dadurch andere Patienten zu Schaden gekommen oder sogar gestorben sind, soll nun geklärt werden. Grundlage der Ermittlungen sind 38 Fälle, in denen falsche Angaben zum Gesundheitszustand der Patienten an das Transplantationszentrum weitergeleitet wurden. Die Universität hatte die Fälle Anfang des Jahres selbst publik gemacht. Zudem wurden zwei Oberärzte gekündigt und ein Mediziner des Transplantationszentrums suspendiert.

Im Juli 2012 hatte zunächst ein Göttinger Universitätsarzt für Schlagzeilen gesorgt. Er hatte Krankendaten gefälscht, um eigenen Patienten schneller eine Lebertransplantation zu ermöglichen. Daraufhin kamen Manipulationen bei Organtransplantationen auch an den Universitätskliniken Regensburg und München ans Licht.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Apotheken-Wolf und Rx-Wundertüte
Aprilscherze aus der Apotheke
Punktabzüge für Beratung
Warentest: dm-med verweist an Apotheke
3000 Jugendliche getestet
Karies durch Asthma-Inhalatoren?
Mehr aus Ressort
Studie zeigt massives Risiko für Beschäftigte
Bore-out: Stress durch Unterforderung

APOTHEKE ADHOC Debatte