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Netzwerke verleiten zu Drogen

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Jugendliche, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, greifen häufiger zu Zigaretten, Alkohol und Drogen. Laut einer Studie der Columbia-Universität konsumieren doppelt so viele Facebook- und Myspace-Nutzer Cannabis wie ihre Altersgenossen, die nicht in sozialen Netzwerken registriert sind. Auch der Alkohol- und Tabakkonsum sei bei Nutzern von solchen Internetseiten deutlich höher.

Für die Studie hatten die US-Wissenschaftler rund 2000 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren und 500 Eltern befragt. 70 Prozent gaben, in einem Internet-Netzwerk registriert zu sein. Im Schnitt rauchen die Facebook-Teenager fünf Mal häufiger als Jugendliche ohne Netzwerk-Account. Der Alkoholkonsum lag um das Dreifache höher.

Als Grund für den höheren Drogenkonsum nannten die Wissenschaftler die in den Netzwerken publizierten Bilder: 40 Prozent der Jugendlichen hätten angegeben, im Internet regelmäßig Fotos von betrunkenen Freunden oder vom Drogenkonsum zu sehen. 90 Prozent gaben an, vor der Vollendung ihres 15. Lebensjahres solche Bilder gesehen zu haben. Die gleiche Wirkung hätten auch Fernsehsendungen, in denen Jugendliche mit Alkohol, Drogen oder Tabak konfrontiert werden, so die Wissenschaftler.

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