Universität Halle

Irrtum: Polizei verhaftet Pharmaziestudenten

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Berlin -

Ein Pharmaziestudent in Halle wurde laut einem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung irrtümlich festgenommen. Der angehende Apotheker wurde am vergangenen Donnerstag in Handschellen vom Campus abgeführt und von der Polizei wegen des Verdachts auf Drogenhandel verhört. Erst als die Beamten Fingerabdrücke genommen hatten, ließen sich davon überzeugen, dass sie den Falschen hatten. Der Student fordert nun Schmerzensgeld.

Die Zeitung zitiert eine Polizeisprecherin, wonach die Berliner Polizei ein Hilfeersuchen gegeben hatte. Die Kollegen aus der Bundeshauptstadt hatten Hinweise darauf, dass sich ein gesuchter Drogenhändler in Halle aufhalte.

Der Student ist empört über das Vorgehen der Beamten: „Man hat mich wie einen Verbrecher in Handschellen aus der Uni geführt“, sagt der 23-Jährige der Zeitung. Die Beamten hätten ihn verbal unter Druck gesetzt. Selbst ein Foto des Verdächtigen, der ihm gar nicht ähnlich sähe, habe die Polizisten nicht überzeugen können.

Der Student hat einen Anwalt eingeschaltet und will Klage wegen Freiheitsberaubung einreichen. Man fordere Schmerzensgeld und eine formelle Entschuldigung, zitiert der Bericht seinen Anwalt.

Die Polizeisprecherin entschuldigte sich ausdrücklich für den Fehler. Die Polizeidirektion hat angekündigt, eine „umfassende Klärung zu den bedauerlichen Umständen der vorläufigen Festnahme des Studenten“ vorzunehmen.

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