Arzneimittelkriminalität

Haftstrafen für Pharmahändler

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Mitarbeiter eines pharmazeutischen Großhändlers aus Neubiberg im Landkreis München sind wegen „bandenmäßig begangener unerlaubter Ausfuhr von Betäubungsmitteln“ zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten hatten einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) zufolge zwischen 2004 und 2007 Valium (Diazepam) und Xanax (Alprazolan) über das Internet ins Ausland verkauft.

Das Landgericht München verhängte laut SZ-Bericht gegen zwei Geschäftsführer drei Jahre und zehn Monate beziehungsweise vier Jahre Haft. Eine weitere Geschäftsführerin erhielt eine Strafe von dreieinhalb Jahren, ebenso eine Sekretärin. Insgesamt wurden den Angeklagten 4400 Fälle von illegalem Arzneimittelhandel zur Last gelegt.

Kunden konnten die Benzodiazepine online ohne Rezept ordern - oberflächliche Angaben zu ihrem Gesundheitszustand reichten laut Bericht aus. Die Mitarbeiter des Großhandels verschickten die Präparate nach Vorkasse, laut Bericht zwischenzeitlich über eine Münchener Apotheke.

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