Hygieneskandal

Bremer Klinik: Streit um Kündigung

, Uhr

Die Kündigung des Chefarztes der Bremer Frühchenstation nach der tödlichen Infektionswelle im vergangenen Jahr war nicht rechtens. Das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven erklärte sie am Mittwoch für unwirksam. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Im vergangenen Jahr hatten sich im Klinikum-Mitte mehrere Babys mit einem resistenten Darmkeim angesteckt. Drei von ihnen starben. Der Klinikverbund hatte den Chef der Frühchenstation und Kinderklinik, Professor Dr. Hans-Iko Huppertz, daraufhin entlassen.

Die Geschäftsleitung hatte ihr Vorgehen damit begründet, dass Huppertz den Keimausbruch nicht rechtzeitig erkannt und ausreichend eingedämmt habe. Diese Vorwürfe wies der Mediziner vor Gericht zurück. Die Richter prüften in der Verhandlung, ob sich Huppertz ein so erhebliches Fehlverhalten zuschulden kommen lassen hat, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar wäre. Dies konnten sie nach Angaben eines Sprechers nicht feststellen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Anhörung zum Medizinal-Cannabisgesetz
Cannabis-Verbände warnen vor pauschalen Verboten
Pharmazie, ein Universum an Möglichkeiten
Mehr Zeit für Nebengeschäfte: Apotheker gibt vorzeitig ab
Schließungen auf dem Land verhindern
Apothekensterben: Philippi fordert höheres Fixum

APOTHEKE ADHOC Debatte