Baden-Württemberg will schärfere Strafen im Kampf gegen Doping. Das Land will den Straftatbestand des Dopingbetrugs im Gesetz verankern, teilte Justizminister Rainer Stickelberger (SPD). Das Kabinett habe eine entsprechende Bundesratsinitiative beschlossen. „Doping ist ein ernsthaftes Problem im Profisport. Das wissen wir nicht erst seit den aufsehenerregenden Geständnissen bekannter Sportler.“ Gerade im Berufssport gehe es um hohe finanzielle Beträge, um die saubere, ungedopte Sportler durch Doping betrogen würden.
Über den Vorstoß in der Länderkammer hatten zuvor die Stuttgarter Nachrichten berichtet. Den Gesetzentwurf wolle Grün-Rot am 3. Mai in einbringen. Ein dopender Profisportler schädige massiv seine Mitbewerber, seine Sponsoren und – im Falle staatlicher Förderung - die öffentliche Hand, sagte Stickelberger der Zeitung zufolge.
Die Bundesratsinitiative zielt laut Mitteilung zudem darauf ab, den Erwerb bestimmter leistungssteigernder Mittel und den Handel damit unter Strafe zu stellen. „Außerdem brauchen wir eine Kronzeugenregelung“, erklärte Stickelberger.
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