Frontal 21

Stada schweigt zu Vorwürfen

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Einen Tag nachdem das ZDF in seiner Sendung „Frontal 21“ Vorwürfe zu den angeblich unlauteren Vermarktungsmethoden des Stada-Außendienstes erhoben hat, herrscht in der Unternehmenszentrale im hessischen Bad Vilbel Schweigen. Ein Stada-Sprecher wollte auf Anfrage den Beitrag nicht kommentieren.

Der Sprecher wiederholte lediglich die bereits im Vorfeld gemachten Aussagen: Kundenbindungsmaßnahmen stellten prinzipiell eine „vertriebliche Option“ dar. Laut „Frontal 21“ warb Stada mit Einladungen zu Kart-Rennen, Golfturnieren oder Karten für Fußball-Logen sowie MP3-Playern oder digitale Bilderrahmen um die Gunst von Ärzten.

Die Vertriebsgesellschaften hätten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gehandelt, so der Sprecher. Bei einem begründeten Verdacht von Zuwiderhandlungen werden sich dem Sprecher zufolge die internen Compliance- und Revisionsabteilungen mit den Vorgängen beschäftigen. Ob diese Kontrollmechanismen innerhalb des Konzerns mittlerweile tätig geworden sind, war nicht zu erfahren.

Allerdings hat das Unternehmen dem Sprecher zufolge mittlerweile gar keinen eigenen Außendienst mehr; der Vertrieb basiert auf Leasing-Basis.

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