Pharmakonzerne

Bausch & Lomb steht zum Verkauf

, Uhr
Berlin -

Der Kontaktlinsen- und Pharmakonzern Bausch & Lomb steht zum

Verkauf. Der Finanzinvestor Warburg Pincus will mindestens 10 Milliarden

US-Dollar (7,6 Milliarden Euro) erlösen und hat bereits mehrere

Interessenten angesprochen. Nach Agenturmeldungen laufen unter anderem

Gespräche mit Johnson & Johnson, Abbott, Sanofi, Pfizer und Merck.

Ein Börsengang, wie er im Sommer kolportiert wurde, könnte damit vom

Tisch sein.

Warburg Pincus hatte Bausch & Lomb 2007 für 3,7 Milliarden US-Dollar von der Börse genommen. Für das 1853 in Rochester, New York, als Optikergeschäft gegründete Unternehmen arbeiten weltweit 10.000 Beschäftigte. Der Jahresumsatz liegt bei mehr als zwei Milliarden US-Dollar; der operative Gewinn (EBITDA) soll sich seit der Übernahme auf 800 Millionen Dollar verdoppelt haben.

In Deutschland ist Bausch + Lomb in Berlin und Heidelberg vertreten. An seinem weltweit zweitgrößten Standort in Berlin-Spandau beschäftigt das Unternehmen rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Umsatz von Dr. Gerhard Mann lag zuletzt bei 200 Millionen Euro; allerdings fungiert das Unternehmen innerhalb des Konzerns als Lohnhersteller.

Zu den hierzulande vertriebenen Produkten gehören neben Kontaktlinsen die Marken Artelac, Berberil, Corneregel, Dexamytrex, Ecolicin, Floxal, Liposic, Vidisept/Vidisic sowie Vivimed und Vivinox.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Kosmetik- und Arzneimittelhersteller
Zweite Pharmachefin für Weleda
Erstmals weniger OTC-Umsätze
2025: Apothekengeschäft rückläufig
500 mg Packung betroffen
Aspirin schrumpft um ein Drittel
Mehr aus Ressort
Kein anderer Versender verbrennt so viel Geld
Apo.com wächst, Investor muss bluten
Neue Marke mit Dr. Sheila de Liz
Weleda bringt Intimpflege

APOTHEKE ADHOC Debatte