Generikakonzerne

Hepatitis-Skandal kostet Teva Millionen

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Der israelische Generikakonzern Teva hat einem Vergleich zugestimmt, um mehr als 100 Klagen gegen den unsachgemäßen Verkauf des Narkosemittels Propofol beizulegen. Demnach muss der Konzern rund 285 Millionen US-Dollar an die Kläger zahlen. Teva wurde vorgeworfen, Propofol vorsätzlich in zu große Ampullen abgefüllt zu haben, damit Ärzte es mehrfach benutzen konnten. Daraufhin waren 2008 mehrere Patienten an Hepatitis C erkrankt.

In mehreren Gerichtsverfahren war Teva zunächst zu Strafzahlungen von mehr als 700 Millionen Dollar verurteilt worden. Durch den Vergleich spart der Konzern rund eine halbe Milliarde Dollar.

Das Anästhetikum ist eines der Präparate, die bei der Autopsie von Michael Jackson festgestellt wurden. Allerdings handelte es bei den in Jacksons Haus gefundenen Ampullen um normale Größen. Seit 2010 hat Teva die Produktion von Propofol eingestellt.

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