Avandia

Glaxo erwartet Milliardenbelastung

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Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) stellt sich im zweiten Quartal wegen rechtlicher Auseinandersetzungen um sein umstrittenes Antidiabetikum Avandia (Rosiglitazon) auf eine Milliardenzahlung ein. GSK erwarte nach Vergleichsentscheidungen über die meisten Klagen eine Belastung in Höhe von 1,6 Milliarden Pfund (rund 1,9 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit.

Nach dem Bekanntwerden kardiovaskulärer Risiken vor drei Jahren brach der Umsatz mit dem Präparat ein. 2009 lag er mit 924 Millionen Euro nicht einmal mehr bei der Hälfte dessen, was das Medikament zuvor in die Kassen gespült hatte.

Der jetzt veranschlagte Betrag soll nicht nur Zahlungen im Zusammenhang mit Avandia abdecken, sondern auch für ältere rechtliche Auseinandersetzungen um das Antidepressivum Paxil (Paroxetin) verwendet werden sowie für Untersuchungen in einer Fabrik in Puerto Rico, hieß es.

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