Drogerieketten

FTD: Probleme bei Schlecker-Sanierung

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Die Sanierung der insolventen Drogeriekette Schlecker gestaltet sich offenbar immer schwieriger. Nach der Absage des tschechisch-slowakischen Finanzinvestors Penta kommt einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge nun auch keine Plansinsolvenz mehr in Frage. Demnach sollen auch die Gebote für eine Übernahme der Drogeriekette „fragwürdiger Qualität“ sein.

In einem Planinsolvenzverfahren wird das marode Unternehmen normalerweise in seiner alten Form weitergeführt. Der Insolvenzverwalter erstellt zudem einen Sanierungsplan, um eine Rettung herbeizuführen. Dem FTD-Bericht zufolge hat sich Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz von der Sanierung des Konzerns per Planinsolvenzverfahren distanziert. Stattdessen sollen der Besitz und alle gültigen Verträge in einer „übertragenden Sanierung“ auf eine neu gegründete Firma überschrieben werden, die Schulden blieben dann bei Anton Schlecker.

Der Konzern benötigt zudem dringend einen Investor, der die Sanierung finanziell unterstützt. Dem Bericht zufolge sind die Gebote teils zu niedrig und teils komplett kreditfinanziert. Die Spannweite der Bieter soll von Finanzinvestoren bis zu einem „arabischen Herrscherhaus“ reichen.

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