Kaum Wachstum

2025: Flaute bei OTC

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Berlin -

Für die OTC-Branche war 2025 ein mieses Jahr. In den Vor-Ort-Apotheken war das Geschäft rückläufig, auch der Versandhandel legte nur einstellig zu. Das zeigt eine Analyse der Unternehmensberatung Sempora, für die Abverkaufsdaten von Insight Health und DatamedIQ ausgewertet wurden.

Konsumenten gaben laut Analyse im vergangenen Jahr nur 1,6 Prozent mehr für Selbstmedikation aus. Damit liegt der Markt unter dem Durchschnitt der letzten vier Jahre, die im Durchschnitt ein Wachstum von 4 Prozent vorweisen können. Die Zahl der verkauften Packungen war sogar um 1,5 Prozent rückläufig; hier lag der Durchschnitt bislang bei minus 0,9 Prozent.

Nach Umsatz legte der Versandhandel um 6,4 Prozent zu, während das Geschäft in der Offizin um 0,1 Prozent rückläufig war. Allerdings entwickelten sich beide Kurven im Jahresverlauf nach unten. Das erste Quartal wies über beide Kanäle hinweg noch ein Wachstum von 7 Prozent auf: Während die Versender um 11 Prozent zulegten, wuchsen die Apotheken um 5,6 Prozent. Danach ging es stetig bergab: Das zweite Quartal war mit plus 1,1 Prozent in Summe noch positiv, das dritte und das vierte Quartal dann mit minus 0,9 beziehungsweise minus 1,1 Prozent negativ.

Tabelle zeigt Entwicklung OTC-Kategorien in 2025
Nur wenige Kategorien entwickelten sich positiv.Grafik: Sempora

„Kunden geben mehr für Selbstmedikation aus – das Wachstum im OTC-Markt findet aber vor allem außerhalb des stationären Apothekenkanals statt“, sagt Thomas Golly, Managing Partner von Sempora. „Der OTC-Markt ist mehr denn je in Bewegung. Dies bietet neue Chancen, erfordert aber die Überprüfung strategischer Prioritäten und Go-to-Market-Ansätze.“

Laut Analyse gab es in der Offizin nur in der Kategorie der Mineralstoffpräparate ein zweistelliges Wachstum. In den Indikationen Darmgesundheit, Präparate gegen trockene Augen und Dermatika gab es immerhin größere einstellige Zuwächse. Dagegen sanken die Umsätze inbesondere bei Homöopathika, Expektorantien und Halsschmerzpräparate.

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