Pharmakonzerne

Keine Absprachen bei Generika

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Die US-Wettbewerbsbehörde will Absprachen zwischen Original- und Generikaherstellern zukünftig schärfer unterbinden. Immer wieder werden Generikahersteller dafür bezahlt, dass sie preisgünstige Nachahmerpräparate nicht oder erst sehr spät auf den Markt bringen. Nun hat die FTC die Bekämpfung solcher „pay-for-delay“-Geschäfte zur Top-Priorität erklärt.

Hintergrund der Offensive ist die Ankündigung des US-Präsidenten Barack Obama, er wolle Generika und Parallelimporte fördern, um den Kostendruck auf das US-Gesundheitssystem zu verringern.

Jüngstes Beispiel für die Praktiken ist eine Absprache zwischen dem belgischen Hersteller Solvay und drei Generikaproduzenten: Um die Gewinne mit seinem Testosteronpräparat Androgel nicht zu gefährden, beteiligte Solvay die Hersteller am Androgel-Umsatz - unter der Voraussetzung, dass die Unternehmen bis zum Ablauf des Patents keine generische Version des Präparats auf den Markt bringen. Die FTC und der Bundesstaat Kalifornien hatten Anfang Februar gegen die Absprachen geklagt.

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