Großbritannien

Apotheker verwalten Medikamentenmangel

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Der Mangel an Arzneimitteln bleibt ein Problem in Großbritannien. Die Apotheker hätten weniger Zeit für die Kundenbetreuung, warnt der britische Apothekerverein „All-Party Pharmacy Group“ (APPG). Pharmazeuten müssen sich demnach verstärkt um die Beschaffung der knappen Medikamente kümmern. Die Apotheker beklagen, dass Patienten zu Schaden kommen.

Seit vier Jahren gibt es der APPG zufolge Engpässe. Der Grund sei klar: Die Knappheit gehe auf den Export von Medikamenten zurück, die für den heimischen Markt vorgesehen waren, jedoch in andere EU-Länder verkauft würden.

Hersteller und Apotheker streiten seit längerem darüber, ob das Problem bei den Exklusivvertriebsmodellen der Pharmafirmen oder den Exportgeschäften der Apotheker liegt. Der britische Pharmazieminister Lord Earl Howe hatte zuvor gesagt, es gebe keine „stichfesten Beweise“, dass Patienten durch fehlende Medikamente zu Schaden gekommen seien. Die Arzneimittelversorgung arbeite ohne Probleme.

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