Etagenwechsel: Von der Nase in die Bronchien

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Berlin - Häufig ist die Rede von den oberen und unteren Atemwegen. Doch eigentlich sind die gesamten Atemwege sowohl anatomisch wie auch funktionell miteinander verbunden. Daher kann es im Laufe einer Erkältung zu einem sogenannten „Etagenwechsel“ kommen: Die Infektion verlagert sich von den oberen Atemwegen auf die unteren Atemwege oder umgekehrt und sorgt dort für Beschwerden.

Anatomisch gesehen zählen zu den oberen Atemwegen die Nasenhöhlen, die Nasennebenhöhlen und der Rachenbereich. Die unteren Atemwege bilden Kehlkopf, Luftröhre und die Lunge mit den Bronchien. Dabei erfüllen die gesamten Atemwege gemeinsam wichtige Aufgaben im Körper: Sie reinigen und wärmen die Atemluft und befeuchten sie, außerdem besitzen sie eine Schutzfunktion, da sie Krankheitserreger abwehren.

Eine durch Viren ausgelöste Erkältung geht meist nach einigen Tagen mit Schnupfen einher: Die Nasenschleimhaut schwillt an und entzündet sich, zusätzlich bildet sich Sekret, um die Erreger hinauszuspülen. Oft wird das Sekret zäh und dickflüssig und durch die zugeschwollene Nase ist die Belüftung der Nebenhöhlen nicht mehr sichergestellt: Es kommt zur Ausbreitung von Bakterien und einer Nasennebenhöhlenentzündung. Da die Atemwege miteinander verbunden sind, können sich Krankheitserreger leicht ausbreiten und verlagern. So kann es passieren, dass nach einer Nasennebenhöhlenentzündung plötzlich auch Husten auftritt.

Der Grund: Die Bakterien sind in die unteren Atemwege gewandert – ein sogenannter „Etagenwechsel“ hat stattgefunden. Dieser Wechsel kann auch umgekehrt stattfinden: Bei einer Bronchitis können die Erreger nach oben wandern und den Nasen- oder Rachenbereich befallen. Zu den Beschwerden der eigentlichen Erkrankung kommen bei einem Etagenwechsel weitere hinzu – der Allgemeinzustand verschlechtert sich.

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