Aufgrund einer Fehlkonfiguration

Nächste Tauschaktion: Medisign ruft neue eHBA zurück

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Berlin -

Nach mehreren abgeschlossenen, noch laufenden und vor allem für Unmut sorgenden Tauschaktionen für elektronische Heilberufeausweise (eHBA) und Institutionskarten (SMC-B) kommt nun die nächste Hiobsbotschaft: Anbieter Medisign informiert aktuell, dass die neu seit Januar herausgegeben eHBA getauscht werden müssen.

Der Kartenherausgeber verschickt derzeit E-Mails, um auf die notwendige Aktion hinzuweisen. Auf Anweisung der Gematik müssten demnach alle ab Januar 2026 herausgegebenen eHBA getauscht werden, die bereits auf das neue Verschlüsselungsverfahren angepasst waren (ECC-only).

„Im Rahmen einer technischen Analyse wurde eine Fehlkonfiguration im Personalisierungsprozess der eHBAs festgestellt. Hierbei liegt kein Sicherheitsproblem vor, vielmehr kann es zu Problemen bezüglich der Interoperabilität mit Konnektoren führen. Der bei der Personalisierung zwingend erzeugte RSA-Schlüssel ist bei diesen Karten nicht deaktiviert und kann unter Umständen zu einer ungültigen Signatur ohne Zertifikate führen“, heißt es dabei von Medisign.

„Um eine stabile und störungsfreie Nutzung sicherzustellen, werden alle bereits ausgegebenen betroffenen Karten ausgetauscht.“ Betroffene Karteninhaber würden nun informiert, wie die nächsten Schritte aussehen. Anhand der vorliegenden Anträge würden dann Ersatzkarten produziert und an die Karteninhaber versendet. Nach Freischaltung und Inbetriebnahme der neuen Karte werde die alte Karte gesperrt.

Die Apothekerkammern sind offenbar nicht mit ins Benehmen genommen worden, wie der Tausch abläuft und wie viele Karten überhaupt betroffen sind.

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