Kammerbeitrag

Hamburg bleibt bei Pauschalen

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Berlin -

Der Kammerbeitrag wird in Hamburg zunächst weiter als Pauschale erhoben. Bei der Kammerversammlung wurde am gestrigen Abend über die Neugestaltung diskutiert. Am Ende fand sich keine Mehrheit für den Vorschlag des Vorstands, den Beitrag auf 1,38 Prozent des Einkommens umzustellen. Weil die Aufsichtsbehörde eine Änderung der Beitragsordnung angeordnet hat, müssen sich die Apotheker bald wieder mit dem Thema beschäftigen.

 

Derzeit zahlen in Hamburg alle Kammermitglieder einen Grundbeitrag von 20 Euro pro Monat, das macht 240 Euro im Jahr. Für Selbstständige kommt ein Betriebsstättenbeitrag dazu: 150 Euro für jede Hauptapotheke und 100 Euro für jede Filiale pro Monat. Mehrere Inhaber hatten sich bei der Behörde für Gesundheits und Verbraucherschutz über die hohe Belastung beschwert.

Rund 400 Kammermitglieder waren der Einladung in den Hörsaal der Chemie gefolgt, um über die geplante Umstellung zu diskutieren, darunter viele Angestellte und Industrieapotheker. Eine Stunde lang beantwortete Kammerpräsident Kai-Peter Siemsen die Fragen der Teilnehmer; danach wurde aus dem Plenum ein Antrag gestellt, die Aussprache zu beenden. Bei der Abstimmung wurde der von einem 12-köpfigen Ausschuss erarbeitete Antrag mit großer Mehrheit abgelehnt; nur rund zwei Dutzend Ja-Stimmen gab es.

Danach wurde aus dem Kreis der Teilnehmer ein neuer Ausschuss gewählt, der sich nun mit der Gebührenordnung beschäftigen muss. Diesmal sind vier Angestellte vertreten – insgesamt sind drei Viertel der 1600 Kammermitglieder nichtselbstständig.

Dass der von der Behörde gesetzte Zeitplan eingehalten werden kann und 2013 die Beiträge erstmals nach einem neuen Modell erhoben werden, hält Siemsen nach dem derzeitigen Turnus für unwahrscheinlich – es sei denn für das Thema wird eine außerordentliche Kammerversammlung einberufen.

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