“Patientensicherheit ist nicht verhandelbar“

EU-Berichterstatterin Marisa Matias besucht kohlpharma

Merzig -

Die portugisische Europaabgeordnete Marisa Matias (VEL/NGL), stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), besuchte am 29.10.09 Europas größten Parallelhändler, die kohlpharma GmbH in Merzig. Ziel des Arbeitsbesuches war der Blick hinter die Kulissen des europäischen Parallelhandels und der Gedankenaustausch über eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Arzneimittelversorgung in Europa.

Als Berichterstatterin des ENVI-Ausschuss im Europäischen Parlament verfasst Frau Matias aktuell den Bericht über den Richtlinienvorschlag der EU-Kommision zur Eindämmung von Arzneimittelfälschungen. „Ich glaube, dass das Hauptanliegen, dass wir im Rahmen des Vorschlages in Betracht ziehen sollten die Patientensicherheit ist. Wir sollten die Gelegenheit nutzen, Regeln, Verpflichtungen und Rechte der verschiedenen Akteure der Versorgungskette zu klären. In diesem Sinne sollten einige zusätzliche Aspekte in die Diskussion eingebracht werden, wie beispielweise der Verkauf über das Internet als einer der Hauptquellen für gefälschte Arzneimittel.“

Der Gründer und Inhaber des saarländischen Familienunternehmens, Edwin Kohl, unterstützt Frau Matias und die Europäische Union in ihrem Kampf um eine sichere Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.

„Unseriösen Anbietern, die in betrügerischer Absicht auf Kosten der Gesundheit der Patienten Profite machen, muss das Handwerk gelegt werden“, so Kohl und fordert ebenfalls einen kritischeren Umgang mit dem Einfallstor Internet. „Patientensicherheit ist nicht verhandelbar.“

Am Problem vorbei zielen jedoch Maßnahmen, die den auf dem freien Warenverkehr basierenden Parallelhandel ungerechtfertigt beschränken würden. „Das Umpackverbot in Verheugens ursprünglichen Vorschlag hätte lediglich die Originalhersteller geschützt, dem Verbraucher jedoch Markenarzneimittel zu niedrigeren Preisen verwährt“, kommentiert Kohl den geänderten Richtlinienvorschlag. Angesichts steigender Gesundheitsausgaben dürfe man nicht auf aktuell 200 Mio. Euro Einsparungen allein in Deutschland verzichten. Bei konsequenter Fortentwicklung des Parallelhandels schätzen die Gesetzlichen Krankenkassen die jährlichen Einsparungen für das Gesundheitswesen auf fast 400 Mio. Euro.

Damit auch in der legalen Lieferkette zwischen Hersteller, Händlern und Apotheken Sicherheit und Qualität gewährleistet ist, müsse diese systematisch organisiert und überwacht werden. Kohl demonstrierte Frau Matias die qualitätsgesicherten Abläufe, die stellvertretend für den Parallelhandel stehen, über den in 30 Jahren keine einzige Fälschung die Apotheken erreichte.

Frau Matias und Herr Kohl wollen auch zukünftig zum Thema Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität im offenen Austausch bleiben.

kohlpharma GmbH
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Karsten Wurzer
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