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Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen e.V. 14.01.2020
Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen e.V.

Von der Politik nicht einlullen lassen

BVDAK: Boni-Deckel als Apotheken-Killer

Gilching bei München -

Ein neues Spahn-Gutachten könnte eine Boni-Deckelung bringen. Das schnelle Aus für zahlreiche Apotheken wäre die Folge.

Die begrenzte Aufhebung der Rx-Preisbindung komme nun doch wieder auf die Tagesordnung. Der BVDAK habe schon in den Vorjahren die alten Pläne von Jens Spahn (CDU), Edgar Franke und Sabine Dittmer (beide SPD) nach einer Boni-Deckelung von 1,50 Euro bis 2,00 Euro scharf kritisiert. Den Gesundheitspolitikern in Deutschland und noch mehr in Brüssel scheine die wirtschaftliche Lage der Vorort-Apotheken gar nicht präsent zu sein. Die Zahl der Betriebsstätten habe sich in den letzten Jahren um mehr als 2.000 reduziert, 8.000 der 19.000 Apotheken seien in Filialverbünden. Etwa 30 Prozent der Apotheken befänden sich mit einer Umsatzrendite von weniger als vier Prozent im betriebswirtschaftlich kritischen Bereich, 20 Prozent lägen oberhalb von acht Prozent, die restlichen 50 Prozent dazwischen.

Von der Politik nicht einlullen lassen

„Ein Bonideckel von beispielsweise 2 Euro, aber auch eine Kürzung des Großhandelshonorars, würde dazu führen, dass den Apotheken fast sämtliche Gewinne wegbrechen würden“, betont der BVDAK-Vorsitzende Dr. Stefan Hartmann. Hier gehe es um Beträge von zum Teil über 10.000 Euro im Monat. Im Ergebnis würde das zu betriebswirtschaftlich tief rote Zahlen führen. Schon im Herbst habe eine repräsentative Umfrage (Marpinion) gezeigt, dass fast 80 Prozent der Inhaber die wirtschaftliche Lage als „etwas“ bis „deutlich“ schlecht einschätzten. Die schönen Worte von Jens Spahn über „die Landapotheke als ein Stück Heimat“ würden uns jetzt nicht weiterhelfen. „Die Politik müsse anerkennen, dass wir existenziell auf die Rabatte/Boni seitens der Industrie und des Großhandels angewiesen sind. Das ist bittere Realität und liegt an einer jahrelangen Nichterhöhung des Honorars. Daher benötigen wir nach so vielen Jahren der Nichterhöhung, analog zu den Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeberufen dringend ein höheres Honorar“, sagt Dr. Stefan Hartmann. Der BVDAK werde weiterhin einen sichtbaren, kämpferischen und effizienten Einsatz für die Vorort-Apotheken leisten.

Der BVDAK fordert einen runden Tisch mit Apothekerschaft, Großhandel und Politik.

Dr. Stefan Hartmann, BVDAK-Vorsitzender „Ohne die wirtschaftliche Lage der Apotheken genau zu kennen, soll in einem Gutachten die Boni-Deckelung ins Spiel kommen.“

Über den BVDAK:
Der Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) ist seit 2008 Interessensvertreter und Dienstleister für seine Mitgliedskooperationen und Fördermitglieder. Er schützt die beruflichen und politischen Interessen seiner Apothekenkooperationen und damit auch deren (ca. 8.000) angeschlossenen Apotheken. Der BVDAK arbeitet auf Bundesebene und engagiert sich für die Sicherstellung einer flächendeckenden, aber auch qualitativ hochwertigen, pharmazeutischen Versorgung. Der BVDAK tritt damit für die in Apothekenkooperationen engagierte, inhabergeführte Apotheke in vernetzter Form ein.

Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen e.V.
Römerstr. 28
82205 Gilching bei München

Telefon: 08105 - 77 42 48
Telefax: 08105 - 77 88 77

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Internet: www.bvdak.de

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