Anzeige
Apotheken Umschau
Pressemitteilung

Gender-Pain-Gap:

Warum Clusterkopfschmerzen gerade bei Frauen oft nicht richtig diagnostiziert werden

Cover der „Apotheken Umschau“ mit einer Ärztin und der Aufschrift „Bitte hier entlang! Endlich Termine bei Fachärztin oder Facharzt“.

© W&B/Inga Israel

Baierbrunn - Der Schmerz tritt plötzlich und heftig auf. Meist ist er einseitig, ein Auge tränt, die Nase läuft. Das sind die klassischen Symptome von Clusterkopfschmerzen.

Das Besondere: Die Attacken treten meist geballt (daher die Bezeichnung „Cluster“) einige Wochen lang regelmäßig auf, etwa zu bestimmten Jahreszeiten. Danach haben viele Betroffene wieder ein paar Monate Ruhe. Ein Schub dauert zwischen fünfzehn Minuten und drei Stunden.

In Deutschland leidet etwa einer von tausend Menschen an Clusterkopfschmerz. Männer sollen dreimal so häufig betroffen sein wie Frauen, allerdings ist diese Zahl umstritten. Lange gingen Ärztinnen und Ärzte davon aus, dass Clusterkopfschmerzen vorrangig Männer betreffen. Doch auch Frauen können an Clusterkopfschmerz erkranken, wie man spätestens seit Anfang der 2000er Jahre weiß. Prof. Dr. Dagny Holle-Lee, Neurologin und Kopfschmerz-Expertin der Uniklinik Essen, erklärt im Gespräch mit der Apotheken Umschau: „Frauen werden aber immer noch seltener diagnostiziert“.

Das Phänomen ist als „Gender Health Gap“ bekannt, die Gesundheitslücke zwischen den Geschlechtern: Viele Medikamente wurden lange Zeit nur an westlichen Männern getestet. Frauen wurden nicht in Studien einbezogen, um mögliche Schäden an Ungeborenen zu verhindern. Männliche Krankheitssymptome galten so als Maßstab. Auch der „Gender Pain Gap“, die geschlechtsbezogene Ungleichbehandlung bei Schmerzen, spielt hinein, wenn Frauen mit ihren Beschwerden seltener ernst genommen werden. Dabei deutet eine Studie des Karolinska-Instituts in Schweden sogar darauf hin, dass Frauen unter dem Clusterkopfschmerz noch stärker leiden als betroffene Männer.

Die Apotheken Umschau gibt in ihrer aktuellen Ausgabe „Bitte hier entlang!“ zum Thema Prävention einen Einblick in die lange Leidensgeschichte einer Patientin, die nach 25 Jahren endlich die Diagnose Clusterkopfschmerzen erhalten hat und erst dann die passende Therapie erhalten konnte. Expertinnen äußern sich zu den Herausforderungen bei der Diagnostik, zum Krankheitsbild sowie dem Problem der Gender-Health-Medizin.

Komplett heilen lässt sich Clusterkopfschmerz bisher nicht, so die Apotheken Umschau. Aber mit der richtigen Therapie lassen sich Schmerzen lindern und Betroffene bekommen ein Stück Kontrolle zurück.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau 8B/2026 ist aktuell in den meisten Apotheken erhältlich. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter www.apotheken-umschau.de sowie auf Instagram und YouTube.

Über die Apotheken Umschau
Die Apotheken Umschau ist in Deutschland das mit Abstand meistgelesene Gesundheitsmagazin. Zwei Ausgaben im Monat informieren über alle wichtigen Themen rund um die Gesundheit, mit wertvollen Ratschlägen. Aktuelles medizinisches Wissen wird auf seriöse, fachlich kompetente und allgemein verständliche Weise vermittelt. Die Auflage liegt bei 4,58 Mio. verkauften Exemplaren monatlich (A+B, IVW 2/2026), 14,26 Mio. Menschen lesen das Gesundheitsmagazin jeden Monat (AWA 2026). apotheken-umschau.de steht für seriöse Inhalte und umfassende Gesundheitsinformationen mit gründlicher Recherche. Das Gesundheitsportal verzeichnet monatlich 2,30 Mio. Nutzer 16+ (agma DNA 6/2026).

Wort & Bild Verlag Konradshöhe & Co. KG

Konradshöhe 1
82065 Baierbrunn

Katharina Neff-Neudert, Senior PR-Managerin, Wort & Bild Verlag
Mobil: +49 151 538 500 31
E-Mail: k.neff-neudert(@)wubv.de
Web: www.wortundbildverlag.de

Laura Müller, Senior PR-Managerin, LOOPING ONE
Mobil: +49 172 864 22 90
E-Mail: laura.mueller(@)looping-one.com
Web: www.looping-one.com

Lesen Sie auch