Frankfurt am Main - Bei chronischer Urtikaria stehen die sichtbaren Hautveränderungen oft im Vordergrund. Tatsächlich reicht die Belastung für viele Betroffene jedoch weit über Quaddeln und Schwellungen hinaus. Besonders anhaltender Juckreiz kann das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Für Apothekenteams können fortbestehende Beschwerden wichtige Hinweise darauf liefern, wie gut die Erkrankung unter der aktuellen Therapie tatsächlich kontrolliert ist.
Quaddeln zeigen die Erkrankung, nicht ihre Folgen
Die sichtbaren Hautveränderungen sind nur ein Teil des Krankheitsbildes. Für viele Betroffene wiegen die Auswirkungen der Erkrankung im täglichen Leben schwerer als die Hautsymptome selbst. Moderne Verfahren zur Bewertung der Urtikaria berücksichtigen deshalb nicht nur die Krankheitsaktivität, sondern auch patientenrelevante Aspekte wie Schlaf und Konzentration.1
Warum „etwas besser“ heute nicht mehr genügt
Mit Blick auf die Behandlung hat sich die Zielsetzung in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Internationale Leitlinien empfehlen heute nicht mehr lediglich eine Verringerung der Beschwerden. Angestrebt werden vielmehr eine vollständige Symptomkontrolle und die Wiederherstellung einer normalen Lebensqualität.2 Im Versorgungsalltag wird dieses Ziel jedoch häufig noch nicht erreicht. Studien zufolge wird unter der Standarddosierung eines H1-Antihistaminikums weniger als die Hälfte der Patientinnen und Patienten vollständig symptomfrei.3
Nicht jede Therapieanpassung bedeutet eine höhere Dosis
Bei unzureichender Symptomkontrolle wird häufig zunächst die Dosis des bisherigen Antihistaminikums erhöht. Aktuelle Studiendaten zeigen jedoch, dass auch ein Wechsel des Wirkstoffs eine evidenzbasierte Option sein kann. So erwies sich in einer H1-SWITCH-Studie ein Wechsel auf Bilastin bei Patientinnen und Patienten mit chronischer spontaner Urtikaria als nicht unterlegen gegenüber einer Verdopplung der Dosis eines anderen H1-Antihistaminikums.3 Gleichzeitig wurden unter Bilastin weniger antihistaminikabedingte Nebenwirkungen berichtet. Für Apothekenteams kann dies insbesondere dann relevant sein, wenn Betroffene trotz regelmäßiger Einnahme weiterhin über Beschwerden oder Verträglichkeitsprobleme berichten.
Alltagstauglichkeit wird zum entscheidenden Faktor
Nicht nur Urtikaria kann Betroffene über längere Zeit begleiten. Ähnlich geht es Menschen mit ganzjährigen Allergien, etwa gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare.Entsprechend wichtig bei der Behandlung sind deshalb Wirksamkeit und gute Verträglichkeit. Leitlinien empfehlen nicht sedierende H1-Antihistaminika der zweiten Generation als Therapie der ersten Wahl bei chronischer Urtikaria sowie zur symptomatischen Behandlung ganzjähriger allergischer Rhinitis.2,4,5 Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche, bei denen Konzentration, Lernfähigkeit und Schulalltag möglichst unbeeinträchtigt bleiben sollen.
Aktuelle Daten zu Bilastin
Bilastin, enthalten in Allegra® Allergietabletten, gehört zur Gruppe der nicht sedierenden H1-Antihistaminika der zweiten Generation und wird sowohl bei chronischer Urtikaria als auch bei allergischer Rhinokonjunktivitis eingesetzt. Der Wirkstoff wirkt in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten und bis zu 24 Stunden.6 Aufgrund seiner geringen ZNS-Gängigkeit7 ist Bilastin im Alltag gut einsetzbar. Zudem liegen Verträglichkeitsdaten für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche vor. Ein Nachlassen der Wirksamkeit unter längerer Anwendung wurde bislang nicht beschrieben.8
Auch neuere Daten sprechen für den Nutzen einer wirksamen Symptomkontrolle unter Bilastin.1 Bei Patientinnen und Patienten mit autoimmuner chronischer spontaner Urtikaria gingen innerhalb von acht Wochen sowohl die Krankheitsaktivität als auch der Juckreiz deutlich zurück. Parallel verbesserten sich Schlafqualität und alltagsbezogene Lebensqualität.1
Die Apotheke als wichtiger Ansprechpartner
Für Apothekenteams kann es sinnvoll sein, bei fortbestehenden Symptomen gezielt nachzufragen und Betroffene auf die Möglichkeit einer ärztlichen Therapieüberprüfung hinzuweisen. Denn nach heutigem Leitlinienverständnis gilt nicht eine teilweise Besserung als Erfolg, sondern eine möglichst vollständige Kontrolle der Erkrankung. Moderne, nicht sedierende Antihistaminika wie Bilastin stellen dabei eine wichtige therapeutische Option dar.
Opella bietet mit führenden Selbstmedikationsmarken, darunter auch Allegra®, deutschlandweit Apothekentrainings an. Mehr erfahren: Am Stand auf der Apothekentour oder hier.
MAT-DE-2604556-1.0 – 10/26
Allegra® Allergietabletten 20 mg Tabletten.
Allegra® Allergietabletten 20 mg Schmelztabletten
Wirkst.: Bilastin. Sonst. Bestandt.: Tabletten: Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Simaldrat, Magnesiumstearat, Hochdisperses Siliciumdioxid. Schmelztabletten: Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Simaldrat, Sucralose, Erdbeer-Aroma (Hauptbestandteile: Maltodextrin, Propylenglycol und Arabisches Gummi), Magnesiumstearat, Hochdisperses Siliciumdioxid. Anw.-geb.: Symptomatische Behandlung der allergischen Rhinokonjunktivitis (saisonal und perennial) und Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff. Nebenw.: Kopfschmerzen; Somnolenz; Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie, Angioödem, Dyspnoe, Hautausschlag, lokalisiertes Ödem/lokale Schwellung, Erythem, Pruritus; Nasenbeschwerden; trockene Nasenschleimhaut; oraler Herpes; Appetitsteigerung; Angst; Schlaflosigkeit; Ermüdung; Asthenie; Schwindelgefühl; Tinnitus; Vertigo; Sinusarrhythmie; Palpitationen; Tachykardie; Rechtsschenkelblock; EKG Anomalien, einschl. QT-Verlängerung; Bauchschmerzen; Magenbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Dyspepsie, Gastritis; Diarrhö; Mundtrockenheit; Durst; Vorerkrankung gebessert; Fieber; erhöhtes Gewicht; erhöhte Leber-, Nieren-, Triglyceridwerte.
Apothekenpflichtig.
A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main.
Stand: Tabletten: April 2025, Schmelztabletten: Februar 2025.
Allegra® Allergietabletten Kinder 10 mg Schmelztabletten
Wirkst.: Bilastin. Sonst. Bestandt.: Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Simaldrat, Sucralose, Erdbeer-Aroma (Hauptbestandteile: Maltodextrin, Propylenglycol und Arabisches Gummi), Magnesiumstearat, Hochdisperses Siliciumdioxid. Anw.-geb.: Symptomatische Behandlung der allergischen Rhinokonjunktivitis (saisonal und perennial) und Urtikaria bei Kindern von 6 bis 11 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 20 kg. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff. Nebenw.: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anaphylaxie, Angioödem, Dyspnoe, Hautausschlag, lokalisiertes Ödem/lokale Schwellung, Lippenschwellung, Erythem, Pruritus, Ekzem, Urtikaria, allergische Konjunktivitis, Rhinitis, Kopfschmerzen, (Ober-)Bauchschmerzen, Augenreizung, Schwindel, Verlust des Bewusstseins, Durchfall, Übelkeit, Ermüdung. Weitere
Nebenwirkungen die bei Jugendlichen und Erwachsenen auftreten können: Somnolenz; trockene Nasenschleimhaut; oraler Herpes; Appetitsteigerung; Angst; Schlaflosigkeit; Ermüdung; Asthenie; Tinnitus; Vertigo; Sinusarrhythmie; Palpitationen; Tachykardie; Rechtsschenkelblock; EKG Anomalien, einschl. QT-Verlängerung; Magenbeschwerden wie Erbrechen, Dyspepsie, Gastritis; Mundtrockenheit; Durst; Vorerkrankung gebessert; Fieber; erhöhtes Gewicht; erhöhte Leber-, Nieren-, Triglyceridwerte.
Apothekenpflichtig.
A. Nattermann & Cie. GmbH, Brüningstraße 50, 65929 Frankfurt am Main.
Stand: Februar 2025.
1 Nguyen MTT et al. Clinical and quality of life improvement after bilastine treatment among patients with autoimmune chronic spontaneous urticaria. PLoS One 2025; 20(8): e0326445.
2 Zuberbier T et al.The international EAACIGA²LENEuroGuiDerm APAAACI guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria. Allergy 2022; 77(3): 734–766.
3 Fukunaga A et al. Efficacy and safety of switching to bilastine, an H1- antihistamine, in patients with refractory chronic spontaneous urticaria (H1-SWITCH): a multicenter, open-label, randomized, parallel-group comparative study. Front Immunol 2024; 15:1441478.
4 S3-Leitlinie Klassifikation, Diagnostik und Therapie der Urtikaria. AWMF-Register-Nr.: 013-028, 2022,
5 Bousquet J et al. Allergic Rhinitis and Its Impact on Asthma (ARIA)-EAACI Guidelines 2024-2025 Revision: Part II. Guidelines on Oral and Ocular Treatments. ARIA/EAACI, 2024/2025.
6 Church MK et al. A lifetime companion for the treatment of allergies. Current Medical Research and Opinion 2020; 36 (3): 445–454.
7 Wang XY et al. Treatment of allergic rhinitis and urticaria: a review of the newest antihistamine drug bilastine. Ther Clin Risk Manag 2016; 12: 585–597.
8 Okubo K et al. Efficacy and safety of bilastine in Japanese patients with perennial allergic rhinitis: A multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group phase III study. Allergol Int 2017; 66: 97–105.
Opella.
Junghofstraße 9
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A. Nattermann & Cie. GmbH.