Kriminalität

Mehrere Apotheken überfallen

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Berlin -

In Knittkuhl bei Düsseldorf sind mindestens drei Täter auf der Flucht, nachdem sie am Montagabend eine Apotheke überfallen hatten. Zwei Männer bedrohten die Angestellten und erbeuteten die Tageseinnahmen von mehreren hundert Euro. Der Dritte wartete im Fluchtauto, einem silbernen Kleinwagen.

Offenbar warteten die Täter, bis um 18.30 Uhr der letzte Kunde die Apotheke verlassen hatte. Dann stürmten die zwei vollmaskierten Männer in den Verkaufsraum, bedrohten die beiden Angestellten mit Pistolen und bedienten sich an den Kassen.

Der Polizei zufolge hat ein Anwohner beobachtet, wie die Räuber zum Komplizen in den Kleinwagen stiegen und dieser mit quietschenden Reifen davonfuhr. Die beiden Räuber sind 20 bis 30 Jahre alt, hellhäutig und sehr schlank. Sie waren dunkel bekleidet, trugen Kapuzenpullis und waren mit Schals vermummt.

Mehr Glück hatte eine Apotheke im hessischen Bad Camberg. Dort versuchte ein 47-Jähriger am Sonntagnachmittag einzubrechen. Der Inhaber überraschte den Täter, als der sich gerade mit einem Messer am Schließzylinder zu schaffen machte. Der verhinderte Einbrecher flüchtete zu Fuß. Der Apotheker und ein weiterer Zeuge mit Hund verfolgten ihn und hielten ihn schließlich fest. Der bereits polizeibekannte und zum Tatzeitpunkt alkoholisierte Einbrecher wurde festgenommen.

Im nordrhein-westfälischen Euskirchen kam ein mehrfach vorbestrafter 48-jähriger Täter mit einer Bewährungsstrafe davon. Laut dem Kölner Stadtanzeiger hatte er bei einem Apothekenraub im Mai 2013 den Fluchtwagen für die Räuber gefahren. Die Täter waren der Sohn seiner Halbschwester und ein Freund des Jungen, zur Tatzeit 17 und 18 Jahre alt. Die beiden Jugendlichen hatten den Apotheker niedergeschlagen und knapp 450 Euro aus der Kasse erbeutetet. Anschließend fuhr ihr erwachsener Komplize die beiden nach Hause.

Vor dem Euskirchener Amtsgericht erklärte der Angeklagte, er habe Geldnöte gehabt, die beiden Jungs hätten unbedingt ein Geschäft überfallen wollen. Erst habe er sich geweigert, nach wiederholtem Drängen habe er sich schließlich überreden lassen, berichtet der Kölner Stadtanzeiger. Dabei habe er die beiden Täter davon abhalten können, Waffen zu benutzen. Kurze Zeit später überfielen sie im Alleingang und bewaffnet in Siegburg einen Kiosk. Sie wurden für ihre Taten zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

Der 48-Jährige war 1984 wegen schweren Raubes schon einmal verurteilt worden. 2013 folgten eine Körperverletzung und der Überfall auf die Apotheke. Das Gericht verurteilte den Mann zu einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung und zu 30 Sozialstunden. Das Gericht erkannten positiv an, dass er eine neue Familie gegründet und eine neue Arbeitsstelle in Aussicht hatte. Die Richter hofften, dass er deswegen keine weiteren Straftaten begehen werde.

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