Elanco Animal Health

Bloomberg: Bayer will nächste Woche Tiermedizin verkaufen

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Berlin -

Bayer könnte Insidern zufolge schon bald den nächsten großen Spartenverkauf ankündigen. Der Pharmakonzern arbeite mit Elanco Animal Health an einem Deal zum Verkauf des Geschäfts mit Tiermedizin, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwochabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Ebenfalls in den USA wurde darüber hinaus einer der Glyphosat-Verfahren vertagt.

Ursprünglich hatte Bayer für die Einheit einen Kaufpreis von 8 Milliarden Euro oder mehr im Sinn. Elanco könnte einen Teil des
Preises mit Aktien bezahlen, so dass Bayer Minderheitsaktionär werden würde. Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hatte Elanco 2018 an die Börse gebracht. Das Unternehmen hat einen Wert Wert von rund 11 Milliarden Euro.

Die Bayer-Aktien waren am Mittwoch im Xetra-Handel schon 6 Prozent gestiegen, weil die Leverkusener den Chemieparkbetreiber
Currenta, an dem sie die Mehrheit halten, zu einem guten Preis losgeworden sind. Auf die Bloomberg-Meldung hin rückten die Papiere nachbörslich auf Tradegate um weitere 1,3 Prozent zum Xetra-Schluss vor. In den letzten Jahren haben mehrere Schwergewichte der Arzneimittelbranche, darunter Pfizer, ihre Veterinärsparten abgestoßen, um sich stärker auf innovative Humanmedizin konzentrieren zu können.

Gleichzeitig kamen aus den USA positive Nachrichten für den Komnzern: Der nächste US-Prozess um mögliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter wird vertagt. Statt im August soll das Verfahren nun im Januar stattfinden, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch bestätigte. Ein konkretes neues Datum für den Prozessauftakt dürfte der zuständige Richter Brian May der Gerichtssprecherin zufolge Ende der Woche bestimmen. Gründe für die Verschiebung wurden nicht genannt. Auch ein
Bayer-Sprecher konnte dazu auf Nachfrage keine Angaben machen. Ob noch andere Verfahren vertagt werden, blieb zunächst unklar.

In dem ursprünglich für August angesetzten Prozess macht die Klägerin den Unkrautvernichter Roundup des 2018 von Bayer übernommenen Herstellers Monsanto für ihre Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Die Gerichtsverhandlung findet in St. Louis statt – der Agrarmetropole, in der Monsanto 1901 gegründet wurde und seinen Hauptsitz hatte.

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