Unterschriftenaktion

MeckPomm-Apotheker waren am fleißigsten APOTHEKE ADHOC, 20.03.2017 12:36 Uhr

Berlin - 1,2 Millionen Bürger haben den Aufruf zum Schutz der Apotheken vor Ort unterschrieben – aneinandergereiht ergibt das eine Strecke von mehr als 20 Kilometern. Die meisten Stimmen konnten – in Relation zur Einwohnerzahl – in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen werden, gefolgt von Brandenburg und dem Saarland. Der Kammerbezirk Nordrhein steuerte prozentual die wenigsten Unterschriften zum Gesamtergebnis bei.

Nach ABDA-Angaben haben sich bundesweit 6152 Apotheken an der Aktion „Gesundheitssystem in Gefahr“ beteiligt, das sind 31 Prozent aller Apotheken. Die eifrigsten Unterschriftensammler waren die Apotheker in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurden gut 55.000 Unterschriften gezeichnet. Das Bundesland im Norden hat 1,6 Millionen Einwohner, die Quote liegt damit bei 3,4 Prozent.

Bernd Stahlhacke, Geschäftsführer der Apothekerkammer, ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Dieses Thema hat die Kollegen in den Apotheken sehr bewegt, mehr als frühere Themen. Es drängte die Apotheker, selbst etwas zu tun.“ Zudem sei die Brisanz des Problems gesehen worden: „Als Flächenland wären wir besonders betroffen, wenn Apotheken wegfielen. Dann wird der Weg bis zur nächsten Apotheke nämlich noch ein Stückchen weiter – diese Gefahr haben alle erkannt.“

In ihrer Statistik gibt die ABDA an, dass in Mecklenburg-Vorpommern 291 von 406 Apotheken an der Unterschriftenaktion teilgenommen haben. Das entspricht einer Quote von 72 Prozent. Auch damit wäre das Bundesland Spitzenreiter. Allerdings sind diese Angaben nur geschätzt. Aus datenschutzrechtlichen Gründen dürfe die Zahl der Teilnehmer in den einzelnen Bundesländern nicht genannt werden, so die ABDA. Daher wurden die regionalen Angaben aufgrund der bundesweiten Teilnehmerquote hochgerechnet – auf Basis des bundesweiten Durchschnitts von 189 Unterschriften pro Teilnehmer.

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