Lieferengpässe

Schulz-Asche warnt vor Impfstoff-Panik APOTHEKE ADHOC, 05.11.2015 16:27 Uhr

Berlin - Die Bundestagsabgeordnete Kordula Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen) warnt davor, Flüchtlinge für Impfstoffengpässe verantwortlich zu machen: „Die aktuell angespannte Impfstoffsituation darf nicht missbraucht werden, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen“, erklärte die Gesundheitsexpertin. Zudem sei der Impfschutz der Bevölkerung nicht gefährdet. „Es besteht kein Grund für Alarmismus.“

Die derzeit bestehenden Lieferengpässe bei einzelnen Impfstoffen gefährdeten den Impfschutz der Bevölkerung nicht, betont Schulz-Asche. „Selbst wenn ein Impfstoff zurzeit vergriffen ist, gibt es oftmals andere Präparate, auf die Ärzte zurückgreifen können, wenn eine Immunisierung dringend notwendig ist.“

Bedauerlicherweise kämpfe Deutschland regelmäßig mit Impfstoffengpässen. Die Ursachen seien sehr vielfältig und unterschieden sich je nach Impfstoff, sodass es einfache Lösungen nicht gebe, so Schulz-Asche weiter. „Allerdings ist die Bundesregierung gefordert, gemeinsam mit Herstellern und Krankenkassen zügig Maßnahmen festzulegen, damit die Impfstoffversorgung in Deutschland in Zukunft dauerhaft gesichert ist.“

Derzeit gibt es laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bei 20 Impfstoffen Engpässe. 14 Vakzine sind gar nicht mehr lieferbar, bei sechs Präparaten sind lediglich einzelne Packungsgrößen betroffen. Riskante Lücken gibt es laut PEI allerdings nicht, da Alternativen zur Verfügung stehen. Auffrischungsimpfungen zu verschieben, hält das Institut für vertretbar.

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