Freie Apothekerschaft

Flyer gegen SPD, Grüne und FDP APOTHEKE ADHOC, 08.08.2017 18:03 Uhr

Berlin - Die ABDA verschickt Postkarten, aktiviert ihre Wahlkreisapotheken und will alle Bundestagskandidaten vor der Wahl zu ihren Positionen befragen. Mit einer Plakat- und Flyeraktion will sich auch die Freie Apothekerschaft in den Wahlkampf einmischen. „Apotheken vor Ort dürfen nicht noch mehr sterben“, sagt die Vorsitzende Dr. Helma Gröschel. Ab Ende August soll die Flyeraktion aufklären, welche Standpunkte die unterschiedlichen Parteien vertreten. Jede Apotheke kann dafür vorbereitete Flyer und Plakate nutzen – und die haben eine eindeutige Empfehlung.

„Apotheker sind höflich, zurückhaltend, beinah angepasst. So das Bild in der Öffentlichkeit. Damit soll es jetzt vorbei sein. Sieben Wochen vor der Bundestagswahl wollen sich diesmal viele Apotheken lautstark einmischen“, ruft Gröschel zu reger Beteiligung auf. „Aufklärung in der Bevölkerung über die Standpunkte der Parteien ist dringend nötig.“

Die Parteien, die sich vehement gegen das Versandhandelsverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel aussprechen, stünden bei den deutschen Apotheken im Fokus der Kritik. Die Verlagerung krankenkassenrelevanter Leistungen ins Ausland, gestützt durch die Politik, treffe nicht nur die deutschen Apotheken, sondern könne auch für viele andere Leistungserbringer des deutschen Gesundheitswesens den finanziellen Ruin bedeuten, die Ärzteschaft eingeschlossen.

Mit täglich über drei Millionen Kunden in den bundesweit knapp 20.000 Apotheken sieht die Freie Apothekerschaft ein erhebliches Potenzial, den Wahlkampf zu beeinflussen. Direkte politische Ansprechpartner der Freien Apothekerschaft sind die SPD, die Grünen und die FDP, weil sich diese Parteien gegen das von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgeschlagene Rx-Versandverbot gestellt haben.

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