Autoimmunerkrankungen

Impfschäden: MS durch Aluminium? Nadine Tröbitscher, 22.06.2017 13:54 Uhr

Berlin - Impfungen und ihre möglichen Folgeschäden werden seit langer Zeit kontrovers diskutiert. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sieht keinen Zusammenhang zwischen der Hepatitis-B-Impfung und dem Auftreten von neurologischen Erkrankungen. Wie aber könnten aluminiumhaltige-Vakzine Impfschäden hervorrufen?

Die Packungsbeilagen der Diphtherie-, Tetanus- sowie Hepatitis A- und B-Impfstoffe enthalten einen Hinweis auf das mögliche Auftreten von neurologische Erkrankungen nach einer Immunisierung. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, wurde das Risiko in den Beipackzettel aufgenommen. Für Frauen zwischen dem 40. und 55. Lebensjahr liegt beispielsweise die Prävalenz für eine Multiple Sklerose (MS) nach einer Hepatitis-B-Impfung laut Experten im Bereich von 0,01 Prozent.

Zurückzuführen ist das Risiko auf die enthaltene Aluminiumverbindung. Seit etwa 80 Jahren werden diese als Wirkverstärker von inaktiven Impfstoffe eingesetzt. Während der Injektion in den Muskel verursacht das Adjuvans einen Gewebereiz, der verstärkt weiße Blutkörperchen anlockt. Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle der Impfstoffe werden regelmäßig gemeldet.

Das PEI bestätigt einen direkten Zusammenhang zwischen auftretenden Verhärtungen des Muskels und dem Adjuvans. Es wird davon ausgegangen, dass kleinste Mengen Aluminium beim Durchstechen der Haut Granulome auslösen können. Diese können sich zu sterilen Abszessen oder Zysten entwickeln, die in seltenen Fällen chirurgisch entfernt werden.

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