Schweden

Entschädigung für Schlafkrankheit dpa, 12.05.2016 19:05 Uhr

Stockholm - Schweden garantiert jetzt den Opfern von Narkolepsie nach einer Impfung gegen Schweinegrippe eine Entschädigung. Doch die Betroffenen sind nicht zufrieden. Maximal eine Million Euro pro Patient sind im Einzelfall nicht genug, meinen sie.

Patienten in Schweden, die nach einer Impfung gegen die Schweinegrippe an der unheilbaren Schlafkrankheit Narkolepsie erkrankt sind, können künftig maximal bis zu 10 Millionen schwedische Kronen (1 Million Euro) Entschädigung einfordern. Das Parlament in Stockholm verabschiedete ein entsprechendes Gesetz. Insgesamt haben in Schweden 475 Patienten eine Entschädigung beantragt. In 311 Fällen wurde sie genehmigt.

Die Narkolepsie ist eine seltene Schlaf-Wach-Störung. Typische Symptome sind Tagesschläfrigkeit und sogenannte Kataplexie, ein plötzlicher Verlust des Muskeltonus bei starken Gefühlen. Es wird vermutet, dass der Impstoff Pandemrix in einigen Fällen die Erkrankung ausgelöst hat.

Pandemrix war im September 2009 in der Europäischen Union zum Schutz gegen den Virusstamm H1N1A/v zugelassen worden. Während der Influenza-Welle 2009/2010 wurden fast 31 Millionen Menschen damit geimpft. Daneben gab es noch Impfstoffe anderer Konzerne.

APOTHEKE ADHOC Debatte