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Schlafmittel für Kinder: Risiken und Nebenwirkungen APOTHEKE ADHOC, 09.01.2017 15:22 Uhr

Berlin - Der Einsatz von Schlafmitteln bei Kindern und Kleinkindern wird derzeit medial stark diskutiert. Welche Risiken bestehen aus pharmazeutischer Sicht, wie wirken die eingesetzten Substanzen und welche Alternativen gibt es? Ein Überblick.

Bereits 2012 informierte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über vermehrte Meldungen von unerwünschten Arzneimittelwirkungen in Zusammenhang mit der Einnahme von Schlafmitteln bei Kindern. Die im Fokus stehenden Substanzen sind H1-Antihistaminika der ersten Generation: Doxylamin, Diphenhydramin und Dimenhydrinat.

Im Gegensatz zu den neueren Generationen der Allergiemittel überwinden diese Substanzen die Blut-Hirn-Schranke und entfalten so eine zentral beruhigende und antiemetische Wirkung. Doxylamin kann ab dem 6. Lebensmonat eingesetzt werden, Diphenhydramin ab einem Körpergewicht von 8 kg und Dimenhydrinat sogar schon ab 6 kg.

Rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist ein Schlafsaft namens Sedaplus (CNP Pharma) mit 2,5 mg Doxylaminsuccinat pro Milliliter. Säuglinge erhalten davon 2,5 ml (6,25 mg) pro Dosis, Kleinkinder bis zu 5 ml (12,5 mg). Zum Vergleich: Eine Tablette Hoggar Night (Stada) enthält 25mg vom Doxylamin-Salz.

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