Schmerztherapie

Cannabis in Apotheken knapp APOTHEKE ADHOC, 16.01.2014 11:41 Uhr

Berlin - Cannabis zur medizinischen Verwendung wird knapp: Apotheken, die Patienten mit Medizinalhanf versorgen, haben derzeit mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Dabei hat es nach Darstellung des Lieferanten Fagron nicht an den Cannabisblüten selbst gemangelt – weil die Importquote aber bereits erfüllt war, konnte kein Cannabis mehr nach Deutschland eingeführt werden.

Der Vertrieb von Cannabis ist streng reguliert: Schwerkranke Patienten müssen zunächst bei der Bundesopiumstelle (BOPST) eine Ausnahmegenehmigung beantragen und eine Apotheke benennen. Auch diese muss über eine Erlaubnis zum Erwerb und zur Abgabe von Cannabis verfügen, ebenso der Großhandel.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) besitzen rund 200 Patienten und Apotheken in Deutschland die entsprechende Erlaubnis zum Erwerb von Cannabis. Der Großteil der Genehmigungen bezieht sich demnach auf Cannabis-Blüten, 10 Prozent auf den Bezug von Cannabis-Extrakt.

Für den Import von Cannabisblüten nach Deutschland hat laut BfArM derzeit nur ein Anbieter die Genehmigung: Das schleswig-holsteinische Unternehmen Fagron bezieht die Cannabisblüten vom niederländischen Lieferanten Bedrocan.

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