Kinderrheumatologie

Rheuma trifft auch Kinder dpa, 13.10.2016 13:32 Uhr

Berlin - Rheuma gilt als Krankheit älterer Leute. Wenn es Kinder trifft, sind ihre Eltern geschockt und können es im ersten Moment kaum glauben. „Ihr Kind hat Rheuma.“ Jörg Pilawa weiß, was diese Diagnose mit Eltern macht: Sie sind geschockt, können es nicht glauben.

„Für uns war Rheuma eine Krankheit, die man im Alter bekommt. Aber dass Kinder Rheuma kriegen können, war mir überhaupt nicht bewusst“, sagt der Fernsehmoderator, der als Botschafter der Rheuma-Liga über Kinderrheuma aufklärt. Seine jüngste Tochter war bei der Diagnose gerade mal zwei, erzählt er.

„Sie wollte morgens einfach nicht mehr aus dem Bett. Wenn man sie rausnahm, quengelte sie, legte sich auf den Boden und sagte, ihr tue alles weh“, sagt Pilawa. Der Kinderarzt bemerkte, dass die Gelenke etwas geschwollen waren und verwies an einen Orthopäden. Erst eine dritte, auf Gelenkerkrankungen spezialisierte Ärztin stellte die richtige Diagnose. Das war keine vier Wochen nach den ersten Symptomen.

Heute weiß Pilawa, wie wichtig diese schnelle Diagnose war. Normalerweise dauert es im Schnitt zwei Monate bis Kinder nach den ersten Symptomen beim Kinderrheumatologen sind. Zu lange, wie die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) betont.

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