Alternativmedizin

Homöopathie-Kritiker gegen Apothekenpflicht APOTHEKE ADHOC, 09.02.2016 07:58 Uhr

Berlin - Seit einigen Tagen gibt es das Netzwerk der Homöopathiekritiker. Deutsche und Österreicher haben sich über die Internetplattform zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Die „therapeutische Unwirksamkeit homöopathischer Präparate“ soll ins allgemeine Bewusstsein – und die Apothekenpflicht zu Fall gebracht werden.

Die Bezeichnung „Netzwerk Homöopathie“ sei nur als Übergangsbezeichung zu betrachten, so die Gruppe. Generell wollen die Mitglieder gegen die „Pseudomedizin“ vorgehen. Beteiligt sind Apotheker, Mediziner, Wissenschaftler verschiedener Disziplinen, aber auch Blogger und Journalisten. Gemeinsam wolle man Aktionen ins Leben rufen und der breiten Öffentlichkeit Informationen zur Verfügung stellen.

So sind verschiedene Online-Projekte geplant, darunter eine Plattform mit den Argumenten gegen Homöopathie sowie eine Sammlung von Fällen, bei denen homöopathische Behandlungen nachweislich geschadet haben. Das Netzwerk möchte damit einen Kontrapunkt zu den anekdotischen „Erfolgsberichten“ der Homöopathen setzen.

Auch die vielen inneren Widersprüche der 200 Jahre alten dogmatischen Heilslehre sollten offengelegt werden, heißt es auf der Website der Kritiker. Um herauszustellen, dass Homöopathie keine Alternative sei, will das Netzwerk künftig den Begriff Pseudomedizin statt Alternativmedizin etablieren.

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