VISION.A

Facebook-Werbung: Apotheken als Vorbild APOTHEKE ADHOC, 23.03.2017 20:44 Uhr

Berlin - Wie geht es mit den Apotheken im Zeitalter der Digitalisierung weiter? Unter dem Motto „Und was kommt jetzt? Next steps zur Digitalisierung in Pharma & Apotheke“ diskutierten zum Abschluss der Digitalkonferenz VISION.A vier Experten über die Zukunftsaussichten. Die Botschaft war harte Kost: Es geht weiter, irgendwie, aber auf jeden Falls anders als bisher. Statt abzuwarten, sollten die Apotheken die Digitalisierung annehmen und sich anpassen, so die einhellige Meinung.

Beim notwendigen Wandel sollten sich die Apotheker aber besser nicht auf ihre Standesvertretung verlassen und stattdessen selbst und früh reagieren, provozierte Professor Dr. Gunter Dueck die Runde. Die Apotheken müssten die Bedürfnisse ihrer Kunden erfüllen. Dueck: „Und die orientieren sich nicht an den Interessen eines Verbandes.“

Einig war sich die Runde, dass der digitale Wandel nicht aufzuhalten ist. Einen wohl nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag hatte Andreas Arntzen vom Wort & Bild Verlag parat: „Vielleicht sollten die Apotheken es mal mit einem Coffeeshop versuchen.“ Diese Idee hatte jedoch einen ernst gemeinten Hintergrund: Er glaube zwar an die Zukunft der Apotheken, sagte Arntzen. Aber sie müssten die „Bedürfnisse der Menschen besser erkennen“, forderte er die Apotheken zum Handeln auf. Als Beispiel verwies er auf die Entwicklung bei den Tankstellen in den letzten Jahrzehnten: „Die sind heute zu 70 Prozent Supermärkte. Und deshalb haben sie überlebt.“

Etwas anders sieht Arne Nielsen, Vorstand von ACA Müller, die Zukunft der Apothekenlandschaft. Bei der Suche nach den richtigen Antworten müsse die ABDA als Standesvertretung vorangehen: „Die ABDA hält den Schlüssel in der Hand, dass die Digitalisierung der Apotheken gelingt“, so Nielsen. Die Apotheken würden auch in Zukunft eine ganz wichtige und besondere Rolle im Gesundheitssystem spielen, zeigte er sich überzeugt.

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