Radsport

Doping per Medikamenten-Sendung dpa, 07.10.2016 22:23 Uhr

London - Das Image von Sir Bradley Wiggins ist angekratzt. Erst wunderte sich die Radsport-Welt über Ausnahme-Genehmigungen für die Gabe eines umstrittenen Asthma-Mittels pünktlich vor wichtigen Rennen. Jetzt berichtete die „Daily Mail“ über ein ominöses Medikamenten-Paket.

Sir Bradley Wiggins muss um sein Image bangen. Der wegen seiner medizinischen Ausnahmegenehmigungen kritisierte Radprofi muss sich neuen Anschuldigungen stellen. Die englische Zeitung „Daily Mail“ berichtet von der fünf Jahre zurückliegenden Auslieferung eines Medikamenten-Pakets an Wiggins zum Tour-de-France-Vorbereitungsrennen Critérium du Dauphiné. Das hatte der Tour- und Zeitfahr-Olympiasieger von 2012 im Jahr davor gewonnen.

Die Britische Anti-Doping-Behörde UKAD bestätigte, dass es zu den Vorwürfen Ermittlungen gegen Wiggins und dessen Team Sky gebe. In einer Stellungnahme versprach die Sky-Mannschaft, für die Christopher Froome die Erfolgsserie in Frankreich fortsetzte und dreimal nach Wiggins die Tour gewann, Kooperation. Ein „sauberer Radsport“ sei eine Verpflichtung des Teams, das die Fakten offenlegen will. Es gebe „keine Verstöße“ gegen die Doping-Richtlinien.

Wiggins hat das Paket nach den Informationen der „Daily Mail“ am 12. Juni 2011 vor der letzten Dauphiné-Etappe in La Toussuire in Empfang genommen. Der Kurier sei der damalige Frauen-Trainer Simon Cope gewesen. Der Britische Radsportverband bestätigte die Lieferung „an einen Sky-Fahrer“, ohne die Substanz oder den Empfänger zu nennen. Cope leitet heute das Continental-Team von Wiggins, der in Rio mit Weltrekord Olympia-Gold mit dem Bahnvierer holte.

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