Verwaltungsgericht

Keine Rezeptsammelstelle für Köln Alexander Müller, 16.02.2016 14:13 Uhr

Berlin - Rezeptsammelstellen sollen normalerweise in abgeschiedenen Gebieten die Versorgung sicherstellen. Doch manchmal wäre die Notlösung aus Sicht der Apotheker auch in Großstädten geboten. Ein Kölner Apotheker beantragte eine Rezeptsammelstelle für einen verwaisten Stadtteil. Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) lehnte seinen Antrag ab. Heute wurde auch seine Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln (VG) abgewiesen.

Die Apotheke in Merkenich schloss im Herbst 2013, seitdem gibt es in dem gleichnamigen Stadtteil keine Apotheke mehr. Apotheker Dr. Thomas Künzer, Inhaber der Sertürner Apotheke im benachbarten Stadtteil Heimersdorf, hatte eine Idee: Da sich eine Filiale in Merkenich aus seiner Sicht nicht lohnte, wollte er dort eine Rezeptsammelstelle einrichten.

Doch die Kammer lehnte seinen Antrag ab. Der Stadtteil sei im Sinne der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) nicht als abgelegen zu bezeichnen. Für eine Genehmigung müsse die nächstgelegene Apotheke mehr als sechs Kilometer vom Wohnort der potenziellen Kunden entfernt liegen. Die Wege in Köln waren aus Sicht der Kammer aber zumutbar.

Künzer wollte sich damit nicht zufrieden geben, hatte auch den örtlichen Bürgerverein sowie die Bezirksregierung hinter sich. Er klagte vor dem VG gegen den Bescheid der Kammer. Doch die Richter wiesen seine Klage heute ab, wie das VG mitteilte.

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