HIV-Medikamente

GSK erstattet ganze Packung APOTHEKE ADHOC, 04.02.2016 09:01 Uhr

Berlin - Eine Gutschrift über zwei Tabletten hatte zu Missstimmungen geführt: Apotheker Erik Tenberken aus Köln hatte GlaxoSmithKline (GSK) auf zwei beschädigte Tabletten hingewiesen – und eigentlich sollte er nur diese ersetzt bekommen. Doch die Geschäftsführung hat schnell reagiert und schließlich doch eine ganze Packung erstattet.

Der HIV-Patient war in Tenberkens Birken-Apotheke gekommen und hatte die angebrochene Packung Celsentri (Maraviroc) reklamiert. Zwei Tabletten waren offensichtlich beschädigt. Die Kanten waren abgeschürft und der Filmüberzug beschädigt. Der Patient war in Sorge – hatte aber die anderen Tabletten aus dem Blister eingenommen.

Tenberken hatte die Packung im Dezember bei ViiV – ein Joint Venture von GSK und Pfizer – beanstandet und etwa einen Monat später eine Gutschrift für die Teilmenge erhalten. Damit war er nicht zufrieden. Eigentlich hatte er auf Ersatz der Ware mit eindeutigen Qualitätsmängeln gehofft, zumal er gar nicht wusste, was er mit der Gutschrift anfangen sollte.

Tenberken ließ nicht locker und suchte den Kontakt zu GSK. Der Hersteller versprach nun doch den Ersatz der ganzen Packung – aus Kulanz. Zuvor hatte schon die Qualitätsabteilung von GSK bestätigt, dass das Standardprocedere eingehalten wurde: Bei Reklamation einer bestimmten Menge werde genau diese gutgeschrieben. Da beispielsweise in Kliniken stückweise abgerechnet wird, sind auch Einzelgutschriften gängig.

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