P/S-Sortiment

MVDA: AEP übernimmt Phoenix-Konditionen APOTHEKE ADHOC, 16.12.2019 12:27 Uhr

Berlin - Neues Jahr, neuer Großhändler. AEP ist als neuer Partner des MVDA nach eigenen Angaben startbereit – und verspricht den Apothekern denselben Gesamtrabatt, den sie auch bei ihrem bisherigen Lieferanten Phoenix bekommen würden.

Erstmals ist mit AEP ab Beginn des neuen Jahres ein zweiter Großhandelspartner beim MVDA an Bord. Geboten werden soll das volle P/S-Sortiment – „mit vergleichbaren Konditionen zur Phoenix“, wie es in einem aktuellen Mailing heißt. „Gleichzeitig sagen wir Ihnen zu, dass der Gesamtrabatt, sofern vergleichbare Bestellstrukturen bestehen, dem der Phoenix entsprechen wird!“

„Damit ist AEP eine vollständige Alternative zum Bezug des P/S Sortiments.“ Wer also bereits die erforderliche Vereinbarung unterzeichnet habe, könne ab dem neuen Jahr das P/S-Sortiment bestellen. Die entsprechenden Preislisten wurden bereits an die Softwarehäuser übermittelt, das Sortiment wird in der neuen Preisliste als „MVDA/AEP PS“ ersichtlich sein.

Als MVDA-Mitglied mit P/S-Vereinbarung könne man sich immer sicher sein: „Egal aus welcher Liste Sie die Produkte bestellen, wir rechnen zu den MVDA-Konditionen ab.“ Wie gewohnt gebe es OTC und Rx zum AEK und Freiwahlprodukte mit Rabatten.

Wer die Eigenmarken des MVDA weiterhin beziehen will, muss übrigens den entsprechenden Vertrag unterschreiben. Die Produkte sind exklusiv bei AEP zu beziehen; die P/S-Vereinbarung ist dafür künftig Voraussetzung.

In dem Rundschreiben wirbt AEP zu guter Letzt auch für die Mitgliedschaft beim MVDA: Gerne erläutere man die Vorteile und nehme sogar den Aufnahmeantrag entgegen. „Es besteht für Sie die Möglichkeit einer Test-Mitgliedschaft, die für das erste Jahr praktisch kostenneutral ist. Und auch nach Ablauf der Testphase übersteigen die Vorteile aus der Kooperation die anfallenden Kosten um ein Mehrfaches.“

Der MVDA hatte seinem langjährigen Logistikpartner Phoenix im September die Exklusivität aufgekündigt; daraufhin kam es zum öffentlichen Schlagabtausch. Schließlich verständigte man sich auf einen Kompromiss: Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt; Phoenix darf sogar weiterhin mit der Industrie über die Konditionen für das P/S-Sortiment verhandeln. Der MVDA nimmt dagegen die leistungsorientierte Bonifizierung in die eigene Hand – und gewinnt mit AEP als zweitem Lieferanten zumindest Zeit.