Apotheken-EDV

Neuer Vertriebschef bei Pharmatechnik Alexander Müller, 05.10.2016 12:34 Uhr

Berlin - 

Pharmatechnik hat einen neuen Vertriebsleiter: Gregor Malajka wechselte zum Monatsbeginn vom Kommissionierautomaten-Hersteller Mach4 zum Starnberger Softwarehaus. Malajka folgt bei Pharmatechnik auf Gordian Schöllhorn, der im Mai zum Konkurrenten Awinta gewechselt war.

Malajka hat Industriekaufmann in der Glasherstellung gelernt und war vor seiner Zeit bei Mach4 elf Jahre lang kaufmännischer Leiter bei der Firma Glas Nowak in Bochum. Im Jahr 2004 wechselte er dann zum Kommissionierautomaten-Hersteller. Dort war er zwölf Jahre tätig und verantwortete in der Geschäftsführung Vertrieb und Marketing in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Doch Anfang vergangenen Jahres hatte der US-Konzern Omnicell das Unternehmen für 18 Millionen US-Dollar übernommen; später folgte auch die Übernahme des Blisterkarten-Herstellers MTS (Suremed). In diesem Zusammenhang standen einige Umstrukturierungen innerhalb der Gruppe an. Malajka entschied sich deshalb für den Wechsel.

Der Schritt zu Pharmatechnik war dabei ein naheliegender, denn die beiden Unternehmen kooperieren bereits seit einigen Jahren: Mach4 produziert den Pharmatechnik-Komissionierer K2-m. Insofern profitiert Omnicell indirekt weiter mit von der Arbeit Malajkas. Auch Pharmatechnik-Chef Dr. Detlef Graessner betont, er habe seinen neuen Vertriebschef nicht „abgeworben“. Die Mach4-Leitung sei mit dem Wechsel einverstanden gewesen.

Beim Vertrieb dürfte es Malajka allerdings künftig leichter haben. Während er bei Mach4 zuletzt zwei Vertriebsmitarbeiter hatte, steht ihm bei Pharmatechnik ein 40-köpfiges Team zur Verfügung. Er ist verantwortlich für alle Apothekenprodukte, Hard- und Software. Da er schon in der Vergangenheit viel mit den EDV-Anbietern der Apotheken zusammengearbeitet hat, fühlt er sich für die neue Aufgabe gewappnet.

Im Geschäft mit den Apothekenrobotern wird bei Pharmatechnik nur noch der K2-m vertrieben, K2 und K2-s sind Auslaufmodelle. In den kommenden Monaten will das Softwarehaus seine 4-Stunden-Garantie auf die Automaten ausweiten. Dann soll – wie heute bei Monitoren, Scannern und anderer Hardware – jedes defekte Teil garantiert innerhalb dieser Frist ersetzt werden.

Mit der Verpflichtung des 41-jährigen Malajka macht Pharmatechnik auch einen Strich unter die Affäre Schöllhorn. Der ehemalige Vertriebsleiter hatte vor einem Jahr erklärt, das Unternehmen verlassen zu wollen. Doch über die vorzeitige Vertragsauflösung kam es zum Streit mit Graessner, man traf sich vor dem Münchener Arbeitsgericht wieder. Schließlich einigten sich beide Seiten auf eine Trennung zu Ende April. Im Mai übernahm Schöllhorn bei Awinta den Geschäftsführerposten von Florian Giermann. Dieser wechselte zu Noventi, der neuen Dachgesellschaft der VSA-Gruppe.