Mammamia und Mama Aua

Neue Bio-Kosmetik für das Mutter-Kind-Regal Carolin Ciulli, 07.10.2019 11:18 Uhr

Berlin - Schwangere und junge Eltern schauen bei der Pflege ihres Nachwuchses genau hin. Zahlreiche Apotheker haben diese Kundengruppe für sich entdeckt. Darunter ist Frank Füßl. Der Inhaber der Apotheke zur Münchener Freiheit holt die österreichische Bio-Pflegeserie „Mammamia“ nach Deutschland.

Die Produkte von „Mammamia“ stammen von der Salzburger Firma Pieper Biokosmetik Manufaktur. Der Familienbetrieb geht auf das Ehepaar Maria und Helmut Pieper zurück. Beide übernahmen vor mehr als 25 Jahren eine biologische Kräuterfarm in der Südsteiermark. Dort entstanden in Handarbeit die ersten Pflegeprodukte. Heute ist die zweite Generation mit im Unternehmen tätig. Außerdem werden Kosmetika für Erwachsene hergestellt.

Zum Angebot von „Mammamia“ gehören unter anderem verschiedene Cremes, Öle, Erkältungsbalsam sowie Shampoos und Bäder. Die Produkte seien mit Hebammen entwickelt und hätten sich in Österreich seit 1986 bewährt, so Füßl. Er koordiniert hierzulande den Vertrieb.

Der Apotheker stellte fest, dass die deutschen Apothekenkunden bei Babypflege Wert auf Bio-Produkte legen. „Mammamia“ sei biozertifiziert, betont er. Die Präparate seien für Eltern, die bei Babypflege Wert auf hohe Qualitätsstandards und ein Maximum an Natürlichkeit legten.

Apotheken mit besonderem Interesse an dem Thema können das Zertifikat „Babyfreundliche Apotheke“ erwerben. Dafür müssen Inhaber mindestens drei Mitarbeiter in ein Seminar schicken. Der gleichnamige Verein geht auf die Apothekerin Karin Kriwanek zurück. Mit der Spezialisierung sollen sich die teilnehmenden Betriebe von Mitbewerbern abgrenzen können.

Finanziell lohnt sich die Investition laut Kriwanek erst im zweiten Schritt: „Kurzfristig lässt sich mit Stilleinlagen und Nahrungsergänzungsmitteln kein Geld verdienen“, sagte sie. Die Schwangeren würden bei guter Beratung aber zu Stammkunden. Die Beratung von Müttern in Apotheken wird mitunter auch als schwierig wahrgenommen, weil die Kundengruppe einer PTA zufolge beispielsweise hochemotional ist.