APOTHEKENHONORAR

Union: Rundschreiben zur Apothekenvergütung APOTHEKE ADHOC, 12.10.2012 10:07 Uhr

1,75 Euro als Basis: Jens Spahn (CDU) und Johannes Singhammer (CSU) unterstützen den Standpunkt der Apotheker zum Kassenabschlag. Foto: Elke Hinkelbein
Berlin - 

Eines der bestimmenden Themen des diesjährigen Deutschen Apothekertages (DAT) sind die anstehenden Verhandlungen zum Kassenabschlag. Unklar ist derzeit noch, auf welcher Basis der Zwangsrabatt verhandelt werden soll. Auch wenn die Politik sich nicht zu einer gesetzlichen Regelung durchringen konnte, gibt es zumindest rhetorisch Unterstützung: Die beiden Gesundheitsexperten der Union, Jens Spahn (CDU) und Johannes Singhammer (CSU) haben nun allen Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU einen Brief geschrieben, aus dem hervor geht, dass es nur eine Verhandlungsbasis geben kann: 1,75

In den vergangenen Wochen hatten mehrere Apotheker ihre Bundestagesabgeordneten kontaktiert und auf die wirtschaftliche Situation der Apotheken hingewiesen. Spahn und Singhammer wollten den MdBs nun mitteilen, wie der derzeitige Stand der Dinge ist.

Beim Kassenabschlags sollte aus Sicht der beiden Politiker der Wert von 2010 Ausgangspunkt der Verhandlungen für 2013 sein. „Dies ist eine Verbesserung der Position der Apotheker in den Verhandlungen mit den Krankenkassen.“

Spahn und Singhammer stellen weiterhin klar, dass die Apotheker einen „wichtigen Beitrag zur unabhängigen, sicheren und zuverlässigen Versorgung der Menschen mit Arzneimitteln in der Stadt und auf dem Land“ leisteten. Es sei ein zentrales politisches Anliegen, die flächendeckende Arzneimittelversorgung durch Apotheken auch weiterhin sicherzustellen. „Hierzu bedarf es auch einer ausreichenden und angemessenen Vergütung für die Leistungen der Apotheker.“

Ob die warmen Worte die Unionspolitiker in der politischen Runde am Samstag stärken, bleibt abzuwarten. Vielleicht werden die Apotheker auch Nachfragen stellen, warum es zu keiner Klarstellung gekommen ist. Andererseits hatte es Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gestern einfach mit den Apothekern, und das, obwohl er rein gar nichts neues mitgebracht hatte.

Spahn wiederum hatten die Apotheker vor einem Jahr ins Kreuzfeuer genommen, als der erklärte, die Zitrone werde 2012 noch ausgepresst.