Europäischer Apothekerverband

2027: Arnold ist europäischer Apothekerpräsident 27.05.2026 11:16 Uhr

Berlin - 

Mathias Arnold wird im kommenden Jahr die Apothekerschaft in Brüssel vertreten. Der Vorsitzende des Apothekerverbandes Sachsen-Anhalt wurde in Breslau zum europäischen Apothekerpräsidenten für das Jahr 2027 gewählt und folgt auf den polnischen Apotheker Dr. Mikolaj Konstanty.

Die Generalversammlung des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU) hat den 62-jährigen Pharmazeuten aus Halle/Saale heute in das höchste Amt des Verbandes gewählt. Gemeinsam mit der Kroatin Ana Soldo, die als Vizepräsidentin für 2027 gewählt wurde, wird Arnold im kommenden Jahr die Interessen von Europas Apothekerschaft in Brüssel vertreten.

„Die globalen Herausforderungen bei der Arzneimittelversorgung sind groß und werden immer größer“, so Arnold: „Oft lohnt es sich deshalb, den Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus zu wagen und europäische Lösungen zu finden, wenn einzelstaatliche Maßnahmen nicht ausreichen.“

Arnold hatte 2020 das Amt des ZAEU-Vizepräsidenten inne und gehört seit 2026 dem neunköpfigen ZAEU-Exekutivkomitee an. Seit 2018 ist der Pharmazeut bereits Delegationsleiter der Abda auf internationaler Ebene.

Im Mittelpunkt der Verbandsarbeit steht für Arnold auch im kommenden Jahr die Begleitung der europäischen Gesetzgebung, wie beim Lieferengpass-Management und der damit verbundenen Umsetzung des Critical Medicines Act (CMA). Ganz generell gelte es, die Zukunft der Apotheke mit einer fachlich hochwertigen und patientenorientierten Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten zu sichern.

„In Zukunft wird die Apotheke mit neuen und weitergehenden Aufgaben ein essentialer Bestandteil einer effizienten Primärversorgung und der Prävention sein müssen“, blickt Arnold in die Zukunft. „Wir müssen dafür die politischen, rechtlichen, fachlichen und digitalen Rahmenbedingungen schaffen. In Europa, in Deutschland und in jeder einzelnen Apotheke, denn jede Apotheke leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsversorgung.“