AMK-Meldungen

Aus für Gadopentetsäure APOTHEKE ADHOC, 27.02.2018 13:46 Uhr

Ablagerungen im Gehirn: Gadopentetsäure muss zurück. Foto: Helmut Januschka
Berlin - 

Keine Bildgebung mit Gadopentetsäure: Die Zulassungen der Kontrastmittel ruhen ab März, jetzt erfolgt der Rückruf der Präparate. Die AMK-Meldungen des Tages.

Magnevist 0,5 mmol/ml, Injektionslösung, alle Packungsgrößen, alle Chargen, Bayer
Magnograf 0,5 mmol/ml, Injektionslösung, alle Packungsgrößen, alle Chargen, Jenapharm

Ablagerungen im Gehirn möglich: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat im Stufenplanbescheid vom 13. Dezember das Ruhen der Zulassungen von Gadopentetsäure-haltigen Kontrastmitteln empfohlen. Dazu zählen Magnevist und Magnograf. Grund ist die Bewertung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Die Experten bestätigten, dass die Präparate, die zur MRT-Bildgebung eingesetzt werden, sich nach Injektion in geringen Mengen im Gehirn ablagern können. Die Zulassungen der intravenösen linearen Kontrastmittel mit Gadoxetsäure und Gadobensäure bleiben bestehen und sind nicht betroffen.

Die Zulassungen von Magnevist und Magnograf ruhen ab dem 28. Februar, dann werden die Kontrastmittel nicht mehr verkehrsfähig sein.

Apotheker werden gebeten, das Warenlager auf die betroffene Ware zu überprüfen und die Lagerbestände an folgende Adresse zu schicken: PharmLog GmbH, Siemensstraße 1, 59199 Bönen.