Rezeptur

Topitec: Wegen Aronal kein Reinigungsbad Nadine Tröbitscher, 27.06.2018 13:22 Uhr

Berlin - 

Eine Kruke mit Schwenkeinsatz, einen Zahnbürstenkopf und eine Reinigungslösung: Mehr brauchte es bislang nicht, um die Werkzeugwelle des Topitec zu reinigen. Doch damit ist jetzt Schluss.

„Ab sofort wird es das Werkzeugwellenbad nicht mehr geben“, teilt Wepa mit. „Weder zum Nachbestellen, noch als kostenlose Beigabe.“ Für PTA und Apotheker in der Rezeptur heißt es jetzt, eine neue Reinigungsmethode zu finden. Wepa empfiehlt, die anhaftenden Rezepturbestandteile – sprich Reste der halbfesten Zubereitung – mit einem Stück Zellstoff zu entfernen und dann eine geeignete Reinigungslösung zu verwenden. Alternativ kann auch eine Handzahnbürste zum Entfernen der Rezepturreste aus dem „Werkzeugwellenkreuz“ eingesetzt werden.

Was aber ist der Grund? Für das Reinigungsbad wurden als Aufsatz die Aronal-Wechselköpfe genutzt. Der Hersteller CP Gaba hat diese jedoch umgestellt. Wepa müsste sämtliche Teile des Werkzeugwellen-Reinigungsbades der Umstellung anpassen. Wepa wird alle Materialien, die auf das Reinigungsbad verweisen, durch eine Reinigungsanleitung ersetzen.

Die Wechselköpfe Aronal Öko-Dent wird es in gewohnter Version im Dreierpack also nicht mehr geben. Konnte man zuvor noch die einzelnen Köpfe auswechseln, muss nun der Kopf samt Stil ausgetauscht werden.

Der Topitec hat seit 20 Jahren einen festen Platz in der Apothekenrezeptur. Das automatische Rührsystem ermöglicht eine Herstellung im geschlossenen System und hat in vielen Fällen Fantaschale und Pistill in die Schränke verwiesen.

Alles begann auf der Expopharm 1998, als der Topitec Basic das erste Mal vorgestellt wurde. Im Laufe der Zeit folgten zahlreiche Weiterentwicklungen und Innovationen. Heute verfügt der Topitec über ein 10-Zoll-Farbdisplay und alle wichtigen Anschlussmöglichkeiten wie USB und LAN, um eine Verbindung mit Peripherie-Geräten, wie beispielsweise Waagen, zu ermöglichen. Durch die Anbindung an das Internet bietet der Topitec einen Zugang zu Herstellungshilfen und multimedialen Arbeitsanweisungen.

Das aktuelle Modell verfügt außerdem über eine integrierte Kamera, die Aponorm-Drehdosierkruken haben einen Matrixcode, der eine Rückverfolgung und Zuordnung der Individualrezepturen ermöglicht. Wepa ist Marktführer in puncto Rezepturbedarf und vertreibt parallel den Unguator von Gako Konietzko.