Verlässliche Lieferketten: Ziemiak besucht Noweda 20.07.2026 12:32 Uhr
Der CDU-Abgeordnete und Generalsekretär der CDU NRW Paul Ziemiak hat die Noweda-Zentrale in Essen besucht, um sich vor Ort über die Rolle des pharmazeutischen Großhandels bei der Arzneimittelversorgung zu informieren. Im Rahmen des Austauschs mit Noweda-Chef Dr. Michael Kuck und Vertriebsvorstand Udo Harneit seien auch die wirtschaftliche Situation der Vor-Ort-Apotheken sowie der Belieferungsanspruch des Pharmagroßhandels zur Sprache gekommen. Noweda stehe als verlässlicher Partner der Vor-Ort-Apotheken für eine flächendeckende Arzneimittelversorgung.
„Angesichts des Hausärztemangels steigt gerade im ländlichen Raum die Bedeutung der Apotheken als niedrigschwellige Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen. Es ist daher sinnvoll, die Kompetenzen der Apotheken zu nutzen und um ihnen mehr Aufgaben zu übertragen“, betonte Kuck mit Blick auf das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG). Dies könne allerdings nur gelingen, wenn sich auch die wirtschaftliche Situation der Apotheken verbessere. „Wir begrüßen daher, dass sich die CDU-Landesgruppe NRW klar dafür ausgesprochen hat, das flächendeckende Apothekennetz auszubauen und zu stärken.“
Dafür seien nicht zuletzt stabile und verlässliche Lieferketten bei Medikamenten erforderlich. Immer wieder treten Lieferengpässe auf, die die Versorgung der Bevölkerung beeinträchtigen können – insbesondere bei Generika. „Gerade im Bereich der Versorgung mit Arzneimitteln müssen Deutschland und Europa unabhängiger von globalen Lieferketten – gerade aus Asien – werden. Auch das ist eine Frage von nationaler Souveränität und Resilienz“, so Ziemiak.
„Stabile logistische Prozesse“
Als vollversorgender Großhandel sei Noweda gesetzlich dazu verpflichtet, einen Vorrat an Arzneimitteln für zwei Wochen bereitzuhalten. „Wir als Großhandel leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, nicht zuletzt zur Vorfinanzierung versorgungskritischer Arzneimittel“, erklärt Harneit.
Laut dem Noweda-Vorstand sei die zunehmende Umgehung des Großhandels durch das Direktgeschäft von Arzneimittelherstellern daher kritisch zu beurteilen. „Stabile logistische Prozesse sind essenziell für die Versorgungssicherheit, gerade in Krisenzeiten. Der Belieferungsanspruch des Großhandels gegenüber pharmazeutischen Unternehmen ist die Voraussetzung dafür“, so Harneit.