Einnahmen- statt Ausgabenproblem

„Stabilitätsanker der Versorgung“: Ökonom warnt vor Spargesetz 09.01.2026 17:05 Uhr

Berlin - 

Die Finanzdefizite der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden in der politischen Debatte überwiegend auf steigende Ausgaben zurückgeführt: höhere Krankenhauskosten, teure Arzneimittel, medizinisch-technischer Fortschritt. Dabei liege das Problem auf der Einnahmenseite, sagt Professor Dr. Thomas Drabinski (Institutsleitung) vom Institut für Mikrodaten-Analyse (IfMDA) in Kiel. Ausgabensteigerungen erklärten die Krise nur unzureichend: „Der zentrale, strukturelle Treiber der GKV-Finanzmisere liegt tiefer und wird politisch weitgehend verdrängt.“