63 Apotheken weniger in Saarland & BaWü

Schließungen im Südwesten: Apotheken unerwünscht 14.01.2026 14:57 Uhr

Berlin - 

Sechs Apotheken weniger im Saarland – was erst einmal nicht dramatisch klingt ist bezogen auf die Größe des Bundeslandes trotzdem eindeutiger Hinweis auf das bundesweite Apothekensterben. 249 Apotheken haben zum Ende 2025 noch die Versorgung im Land gesichert. Auch sonst sieht es im Südwesten nicht besser aus: 57 Apotheken weniger zählt Baden-Württemberg.

Es brauche dringend eine Honoraranpassung, betont Saarlands Apothekerpräsident Manfred Saar. „Von schönen Worten, wie wichtig Apotheken doch seien, kann man keine Mitarbeiter bezahlen. Das Versagen einer dringend benötigten Honoraranpassung lässt nur einen Schluss zu: Apotheken in der jetzigen Form sind politisch nicht mehr erwünscht!“

Auch für Baden-Württemberg sieht es nicht besser aus: 66 Apotheken mussten schließen; bei neun Neueröffnungen. „In Zeiten einer alternden Gesellschaft ist die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und mit persönlich erbrachten Pharmazeutischen Dienstleistungen durch die Apotheke vor Ort essenziell für eine sichere Gesundheitsversorgung. Dass immer mehr Apotheken schließen müssen, gefährdet diese von den Bürgern als selbstverständlich angesehene Versorgungssicherheit“, so Kammerpräsident Dr. Martin Braun.

„Viele Apotheken kämpfen insbesondere wegen der jahrelangen Stagnation des Honorars ums Überleben.“ Die geplante Apothekenreform werde die finanzielle Situation nicht verbessern. Die vorgesehenen Maßnahmen seien wichtig und begrüßenswert, doch das Honorar sei ausgeklammert und damit die finanzielle Zukunft ungewiss.