BVDAK unterstützt Protesttag

Schließung als „wirkungsvollste Möglichkeit“ 16.03.2026 14:58 Uhr

Berlin - 

Der Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) unterstützt den Protesttag. Ein ganztägiger bundesweiter Protesttag mit Apothekenschließungen sei die „wirkungsvollste Möglichkeit, auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen“, sagte Verbandschef Dr. Stefan Hartmann.

Der BVDAK ruft alle Apotheken zur „uneingeschränkten Unterstützung“ der geplanten Maßnahmen der Abda auf. „Auch in dem Bewusstsein, dass eine Honoraranpassung (möglicherweise) in einer nachfolgenden Rechtsverordnung erfolgen wird, sollten die Apotheken jetzt unmissverständlich klar machen, wir stark der Druck auf die flächendeckende Arzneimittelversorgung geworden ist, die seit Jahren von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeschnitten ist.“

BVDAK für Streik

Ein geschlossenes Auftreten am 23. März sei wichtig. „Wir sprechen uns für einen flächendeckenden Streik aus, mit dem unser Berufsstand seine Geschlossenheit zeigt, wenn es um die Durchsetzung unserer existentiellen Interessen geht“, so Hartmann.

Alle Apothekeninhaber sollten sich „eingehend über die Möglichkeiten einer Apothekenschließung, des ‚Klappendienstes‘ oder nur stundenweiser Öffnungszeiten, eventuell nur am Abend, bei ihren zuständigen Landesverbänden“ informieren. Auch wenn es zu Protestzwecken keine generelle Befreiung von der Dienstbereitschaft geben möge, sollten alle Kolleginnen und Kollegen prüfen, welche Lösungen es in ihrem Bundesland gebe, um an den Protesten teilzunehmen.

„Wir müssen unserer Honorarforderung – auch im laufenden Gesetzgebungsverfahren – Nachdruck verleihen. Die Apothekenreform muss durch eine Anpassung der Arzneimittelpreisverordnung begleitet werden – ohne diese ist die sichere, wohnortnahe Arzneimittelversorgung nicht mehr zu gewährleisten“, so Hartmann.