HAV organisiert Bustransfer

Protesttag: Kundgebung auch in Fulda 16.03.2026 15:31 Uhr

Berlin - 

Zum Protesttag am 23. März wird es in vier Städten zentrale Kundgebungen und Demonstrationen geben. Die Apothekerverbände machen mobil, damit sich möglichst viele Kolleg:innen anschließen. In Hessen wird nicht nur ein Bustransfer nach Düsseldorf organisiert, es wird zusätzlich auch eine Kundgebung in Fulda geben.

„Am 23. März muss von Hessen ein unübersehbares Signal ausgehen. Jetzt reicht es nicht mehr, die Lage nur zu beklagen – jetzt müssen wir gemeinsam Präsenz zeigen“, appelliert der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes (HAV), Holger Seyfarth. Die große Mehrheit der hessischen Apotheken werde sich deshalb mit einer ganztägigen Schließung am bundesweiten Protesttag beteiligen.

Der HAV organisiert für die zentrale Kundgebung in Düsseldorf einen kostenlosen Bustransfer. Abfahrt ist um 7.15 Uhr in Frankfurt am Main mit Zwischenstopp in Limburg, damit die Teams zum Start der Protestaktion um 11 Uhr ankommen. Die Rückfahrt nach Hessen ist für 14 Uhr geplant. Apotheken, die den Shuttle-Service nutzen wollen, werden gebeten, sich verbindlich anzumelden. Noch ist offen, ob es einen weiteren Shuttlebus ab Kassel zur zentralen Kundgebung nach Hannover geben wird.

Für die Apothekenteams, die sich zu keiner der vier zentralen Kundgebungen in Berlin, Düsseldorf, Hannover oder München auf den Weg machen, wird es außerdem eine Protestaktion von 11 bis 13 Uhr in Fulda auf dem Bahnhofsvorplatz geben. Die Organisation übernehmen die osthessischen Apotheker:innen. In Fulda werden unter anderem Seyfarth und Kammervize Dr. Schamim Eckert sprechen. „Je größer die Beteiligung, desto klarer unsere Botschaft“, ruft der HAV zur Teilnahme auf.

„Kurz vor wichtigen politischen Entscheidungen in Berlin senden wir damit ein unmissverständliches Signal: Die Belastungsgrenze ist erreicht“, so Seyfarth. „Unsere Apotheken sichern täglich die Versorgung vor Ort, stehen wirtschaftlich aber immer stärker unter Druck. Weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar. Wir erwarten jetzt Entscheidungen, die sofort bei den Apotheken ankommen: eine spürbare Anpassung des Apothekenhonorars und eine klare, praktikable sowie rechtssichere Regelung zur Skontofähigkeit im Großhandel. Beides duldet keinen weiteren Aufschub.“

Beim bislang größten Protesttag vor drei Jahren hatte es zahlreiche dezentrale Veranstaltungen gegeben. In Berlin, Düsseldorf und Wiesbaden sowie kleineren Veranstaltungsorten wie Augsburg, Detmold, Dortmund, Gütersloh, Herford, Marburg, München, Münster, Oldenburg, Paderborn und Regensburg waren in Summe mehr als 20.000 Menschen auf der Straße.