Apotheken stärken

Preis setzt auf Linnemann 27.07.2026 11:27 Uhr

Berlin - 

Carsten Linnemann folgt auf Nina Warken (beide CDU); die Herausforderungen für den designierten Gesundheitsminister sind groß. Auch gibt es Zweifel an seiner Eignung. „Ich weiß, dass ich mich noch tiefer werde einarbeiten müssen. Aber ich traue mir das zu“, zitiert die „Bild“ Linnemann am Wochenende. Abda-Präsident Thomas Preis setzt auf den Politiker; schließlich kenne Linnemann die Probleme kleiner und mittelständischer Unternehmen und zu denen gehören auch die Apotheken.

„Mit Dr. Carsten Linnemann soll das Ministerium jetzt durch eine Persönlichkeit mit viel politischer Erfahrung geführt werden“, so Preis. Als früherer Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union kenne Linnemann die Probleme kleiner und mittelständischer Unternehmen, zu denen auch Apotheken gehören. „Wir setzen darauf, dass auch unter seiner Leitung die öffentlichen Apotheken als kompetente Arzneimittelexpertinnen und -experten gestärkt werden, so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist.“

Warken hätte bereits einiges an Vorarbeit geleistet: „Die gut einjährige Amtszeit von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken war durch dringend notwendige Reformen im Gesundheitswesen geprägt, insbesondere die Apothekenreform. Weitere Reformen wie die Primärversorgung und Strukturreform im Gesundheitswesen konnten erst angestoßen werden. Wir stehen als Apothekerschaft bereit, diese Reformen weiter aktiv und konstruktiv zu begleiten“, so Preis weiter.

Am Freitag hat Bundeskanzler Friedrich Merz die neuen Besetzungen bekanntgegeben. Mit dem Rücktritt von Bundestagsfraktionschef Jens Spahn (CDU) vor gut einer Woche startete das „Stühlerücken“. Am kommenden Mittwoch soll der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei als neuer Fraktionschef gewählt werden. Auf seinen Posten folgt Warken, die im Bundesgesundheitsministerium von Linnemann abgelöst wird.